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Welche Funktionen hat Q10?

Die Wirksamkeit und Funktionsweise von Q10 ist in über 5.000 wissenschaftlichen Untersuchungen gesichert worden.


1. Zell-Energie

Unser Körper braucht, um funktionieren zu können, Energie. Es ist dabei unerheblich, ob wir Hochleistungssport betreiben oder schlafen; alle willkürlichen und unwillkürlichen Lebensvorgänge erfordern Energie. Also nicht nur der Bewegungsapparat arbeitet energieabhängig.

Q10 steht an einer entscheidenden Stelle im sehr komplizierten Energiebildungsvorgang des Körpers. Es kann hier durch keine andere Substanz ersetzt werden. Professor F.W. Zilliken (161, 162) der über 20 Jahre in der Q10-Forschung tätig war, beschreibt diesen Vorgang so:

"Q10 ist ein lebenswichtiger Bestandteil der energieliefernden Atmungskette, die in den Mitochondrien, den Generatoren der Muskelkraft, lokalisiert ist. Dies ist die entscheidende Stelle, an der sich der Wasserstoff des Stoffwechsels mit dem Sauerstoff der Atmung zu Wasser verbindet.. So trägt Q10 wesentlich dazu bei, eine ausreichende Energiebildung für die Muskelfunktionen zu sichern."
Die Energieversorgung jeder Zelle hängt wesentlich von der Q10-Konzentration in den Zellkomponenten ab. Bioenergetische Prozesse in Muskeln, Nerven, endokrinen Organen, Immunsystem und genetischen Reparaturmechanismen laufen nur optimal ab, wenn ausreichend Q10-Reserven vorhanden sind.
Prof.Dr.Emile G.Bliznakow:(11) "Ohne Q10 gibt es keine Energie. Berauben Sie die Mitochondrien des Q10, ist die Zelle so potent wie ein 4-Zylinder ohne Zündkerzen. Die Maschine ist tot und springt nicht an."  

Prof. Dr. Karl Folkers: "Ubichinon Q10 ist die Ursubstanz des Lebens mit Sauerstoff und der Energiestoff zum Überleben. Ohne Q10 kein Leben."

2. Zell-Schutz

Freie Radikale, insbesondere Sauerstoffradikale schädigen Strukturlipide und -proteine in den Membranen. Q10 vermag bereits im Blut Freie Radikale abzufangen, bevor diese die Gefäße schädigen. Es befindet sich in allen Membranen, so z.B. in den Mitochondrien, Im Golgi-Apparat und in den Plasmamembranen. Q10 schützt diese Membranen vor Angriffen. Es vermag Peroxide zu "entschärfen", die Vorstufen gefährlicher Radikale sind.

Der Schutz der Zellbestandteile vor Sauerstoffradikalen durch Q10 ist elementar. Q10 ist das dominante körpereigene Antioxidans für die Lipidphase. In dieser Funktion verbraucht es sich; dies mit der negativen Konsequenz, daß die Energieversorgung und die Membranstabilisierung abnimmt.

Q10 schützt die Zellen vor Schädigungen durch Peroxidationen und Radikale. Dabei ist Q10 das einzige (endogene) vom Körper selbst biosynthetisierte Antioxidans der Lipidphase.

Bei intensiver sportlicher Betätigung ist Q10 der wichtigste Schutz vor Sauerstoffstreß. Zudem ist es als einzige Substanz in der Lage, verbrauchtes Vitamin E in der Lipidphase zu regenerieren, nachdem es Sauerstoffradikale abgefangen hat, wie Dr.Lars Ernster (27, 28) von der Universität Stockholm auf dem 7. Internationalen Symposium über die "Biochemischen und Klinischen Aspekte" von Q10 festgehalten hat. Auch dadurch wird der Zell-Schutz erhöht. Bei diesem Prozeß wird Q10 verbraucht.

Q10 wird grundsätzlich vom Körper dort angefordert, wo es gebraucht wird, also z.B. bei Krankheitsherden, Wunden, Bestrahlung etc.

Wird nun bei einer der drei oben beschriebenen Funktionen zuviel körpereigenes Q10 in Anspruch genommen, vermindert sich automatisch die Leistungsfähigkeit der anderen. Im Körper existiert nur ein bestimmter Q10-Pool.

Ubichinon Q10 hat aber auch eine vorbeugende Funktion, wie in der Studie "Co-Enzym Q10 Prophylaxe und Therapie degenerativer Erkrankungen", (veröffentlicht im Apotheker Journal, Ausgabe 9/93 15. Jahrgang) festgestellt wurde:

Die Umwandlung der in Nahrungsmolekülen gespeicherten Energie in nutzbare Energie findet im Organismus maßgeblich in der Atmungskette statt. Das Co-Enzym Q10 ist in diesem Zusammenhang als Regulator der Fettsäure-Oxidation zur Bildung von ATP (Adenosintriphosphorsäure) identifiziert worden. Da dieser Prozeß auch zur Freisetzung des Radikalbilders Singulett-Sauerstoff führt, werden, insbesondere bei vermehrter Zellatmung etwa durch hohe Muskelaktivität oder erhöhtes Fettsäureangebot, vermehrt aggressive Sauerstoffverbindungen freigesetzt. Während die antioxidativen Vitamine C und E die Menge der gebildeten Freie Radikale reduzieren können und Beta-Carotin als Fänger des Singulett-Sauerstoffes wirkt, schränkt Q10 durch die regulierende Funktion bereits die Bildung der zellschädigenden Verbindungen ein."

3. Zell-Funktionsfähigkeit (Fluidität)

Q10 hält die Zellmembranen funktionsfähig (fluide), indem es sich direkt in deren Membrandoppelschichten einlagert. Um die Zelle optimal mit Energieträgern (Kohlenhydraten, Fetten, Eiweißen), Vitaminen und Mineralien versorgen zu können, braucht man aber intakte Membranen. Ein Q10-Defizit vermindert oder zerstört sogar die Funktionsfähigkeit.

Ionen - Kanäle

geschlossen
offen geschlossen offen
Ionenkanäle
Ionenkanäle

Zur Verdeutlichung die folgende Animation von Ionenkanälen:

Ionenkanal-Animation

Medikamente benötigen eine intakte Membranfunktionsfähigkeit, um ihre Wirkung in einer Zelle entfalten zu können.
Eine hohe Membranfluidität gewährleistet die dringend notwendige Zell-zu-Zell-Kommunikation ("Teamwork der Zellen"), die wichtig ist für die Nerven und das Immunsystem.

Phyiologische Funktionen von Q10 (Überblick)
Das Schaubild zeigt die ELEMENTARE MULTIFUNKTION
von UBICHINON
(Coenzym) Q10
Q10
ENERGIE
SCHUTZ
Fluidität
für alle bioenergetischen Prozesse
Erbgut (DNA)
Membranen
Muskel d. mechanische Bewegung
Membranen
Ionenkanäle
Nerven d. Impulse, die von den
Nervenzellen abgegeben werden
zur Steuerung d. Körperfunktionen
Synapsen
Gap-Junctions
Immunsystem
Lipoproteine
Reparatursysteme