Vitamine,
Vitaminähnliche
Substanzen, Mineralstoffe,
Spurenelemente
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| [Vitamin
A (Retinol]
[Vitamin D (Calciferol)]
[Vitamin E (D-alpha-Tocopherol)]
[Vitamin K]
[Vitamin B1
(Thiamin)] Dazu
im Überblick tabellarisch: |
Vitamin D (Calciferol)Funktionen
im Körper:
Knochenbildung; Aufnahme von Calcium und Phosphaten aus dem Darm. Mangelerscheinungen: Vitamin-D-Mangel führt zu ungenügender Calcium- und Phosphat-Aufnahme aus dem Darm und zu ungenügender Rückresorption dieser beiden Nährstoffe über die Nieren. Verminderte Calcium- und Phosphat-Spiegel im Blut fördern einen Anstieg des Enzyms alkalische Phosphatase im Serum und eine vermehrte Ausschüttung von Parathormon aus den Nebenschilddrüsen. Auf diese Weise wird Phosphat aus dem weichen Gewebe und Calcium aus den Knochen zur Aufrechterhaltung der Blutspiegel mobilisiert.
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Vitamin E (D-alpha-Tocopherol) pflanzlichFunktionen
im Körper:
Schutz von Fetten gegen Oxidationsprozesse; Regulation der Eiweißsynthese; hemmt Blutverklumpung. Mangelerscheinungen: Reine Vitamin-E-Avitaminosen beim Menschen treten isoliert praktisch nicht auf. Dagegen können relative Tocopherol-Mängel beobachtet werden, obwohl man sich bis heute nicht über den eigentlichen Tagesbedarf und über die notwendigen Zufuhrmengen bei entsprechenden Mängeln einig ist. Da Vitamin E für sich selbst als Antioxidans wirksam ist, zugleich aber auch Bestandteil von bisher 144 verschiedenen bekannten Enzymen und Enzymsystemen ist, sind Mangelsymptome gegeneinander nur schwer abgrenzbar und auch entsprechend schwer zuzuordnen. Generell äußert sich eine Vitamin-E-Unterversorgung in einer vermehrten Lipidperoxidation in Blut und Gewebe. Aufgrund des vermehrten oxidativen Zerfalls von Körperzellen kann Vitamin-E-Mangel das Auftreten von Arteriosklerose und Herzerkrankungen begünstigen. Im Rahmen des Immungeschehens dürfte Vitamin-E-Mangel zu einer eingeschränkten Immunleistung führen und das Auftreten von Krebs begünstigen.
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Vitamin KFunktionen
im Körper:
Blutgerinnung; Beteiligung an der Bildung von Gerinnungsfaktoren. Mangelerscheinungen: Vitamin-K-Mangel
kann durch eine zu niedrige Zufuhr bzw. durch eine Störung der Resorption
(z.B. bei Darmerkrankungen), aber auch durch die Gabe von Antibiotika,
welche die Eigensynthese der Darmbakterien stören, auftreten. Vor
allem können Antikoagulantien wie Cumarine einen Vitamin-K-Mangel
hervorrufen. Die Mangelerscheinung ist gekennzeichnet durch Blutungsneigung
und Verlängerung der Gerinnungszeit des Blutes.
Kontraindikationen: Bei
Vitamin K1 und K2 keine. Vitamin K3 siehe
Nebenwirkungen.
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b) Vitamine (wasserlöslich) |
Vitamin B1 (Thiamin)Funktionen im Körper: Enzymbestandteil (Kohlenhydrat-Stoffwechsel); beteiligt an der Synthese von Acetylcholin, einem Überträgerstoff des Nervensystems. Mangelerscheinungen: Klinisch
manifeste Vitamin-B1-Mangelzustände werden heute fast
nur noch in Ländern der dritten Welt beobachtet. Subklinische Mangelzustände
hingegen sind in den Industrienationen weit verbreitet. Ursache dürften
der allgemein hohe Alkoholkonsum sowie der häufige Konsum raffinierter
Getreidemehlprodukte sein.
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Funktionen im Körper: Bestandteil
wasserstoffübertragender Enzyme im oxidativen Zellstoffwechsel. Isolierter
Riboflavin-Mangel ist meist nur schwer erkennbar, da er, wie der Mangel
an anderen B-Vitaminen, häufig gepaart mit anderen Nährstoff-Mängeln
auftritt. Auch ist das Erscheinungsbild eines Riboflavin-Mangels aufgrund
der vielfältigen biologischen Funktionen im Fettsäure-, Kohlenhydrat-
und Aminosäurestoffwechsel äußerst heterogen. Ältere
Menschen weisen häufig eine Unterversorgung mit Riboflavin auf. |
Weitere Anzeichen eines B2-Mangels sind vermehrte Müdigkeit, Arbeitsunlust, Taubheitsgefühl an Händen und Füßen sowie eine Störung des Eisenstoffwechsels (verringerte Erythrozyten-Lebenszeit). Auch das Immunsystem dürfte bei Vitamin-B2-Unterversorgung beeinträchtigt sein.
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Funktionen im Körper: Niacin ist die zusammenfassende Bezeichnung für Nicotinsäure und Nicotinamid sowie die Wirkformen NAD (Nicotinamidadenindinukleotid) und NADP (Nicotinamidadenindinukleotidphosphat), die als Coenzyme u.a. in der Atmungskette eine Schlüsselrolle spielen. Niacin ist beteiligt am Energiestoffwechsel und an der Fettsäuresynthese. Mangelerscheinungen: Die Versorgung mit Niacin ist bei älteren Menschen oft mangelhaft, selbst wenn die diätische Zufuhr angemessen ist und wenn eine orale Supplementierung erfolgt.
Nicotinamid kann die antikonvulsive Wirkung von Phenobarbital verstärken. Die regelmäßige Einnahme folgender Arzneimittel kann zu Niacin-Mangel mit allen Symptomen der Pellagra führen:
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Funktionen im Körper: Bestandteil von Coenzym A, damit wichtig für Kohlenhydrat-, Fett- und Eiweißstoffwechsel. Mangelerscheinungen: Bei ausgewogener Kost ist ein isolierter Pantothensäure-Mangel sehr selten zu beobachten. Die heutigen Ernährungsweisen führen allerdings häufig zu einer Unterversorgung.
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Funktionen im Körper: Bestandteil verschiedener Enzyme; wichtig für den Aminosäure- bzw. den Eiweißstoffwechsel; fördert das Wachstum. Mangelerscheinungen: Ein reiner Vitamin-B6-Mangel ist relativ selten. Allerdings ist bei vielen Personen (Jugendliche, Senioren, Frauen) oder bei einseitiger Ernährung der Bedarf keineswegs gesichert. Vitamin B6 ist bei ungefähr 50% der schwangeren Frauen marginal mangelhaft. Meistens ist ein Mangel mit anderen Vitaminmangelzuständen kombiniert. Im Blutbild kann Vitamin-B6-Mangel zu einer mikrocytären, hypochromen Anämie führen, die durch Eisenzufuhr nicht verbessert wird. Vitamin-B6-Mangel führt zu einer vermehrten Ausscheidung von Oxalsäure mit einer erhöhten Neigung zur Ausbildung von Nierensteinen. Die Synthese der Gamma-Aminobuttersäure aus der Glutaminsäure ist bei Vitamin-B6-Unterversorgung empfindlich eingeschränkt. Ein Pyridoxin-Mangel führt gleichzeitig zu einer eingeschränkten Serotoninsynthese, was sich in Form von Depressionen klinisch äußern kann. |
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| Funktionen
im Körper: Aminosäure-Stoffwechsel; DNA-Synthese. Mangelerscheinungen: Folsäure-Mangel gehört in latenter wie manifester Form zu den häufigsten Avitaminosen. Vor allem ältere Menschen sind meist stark unterversorgt, aber auch bei heranwachsenden Mädchen ist der Folsäure-Spiegel oft zu niedrig. Der Grund ist die unzureichende Zufuhr mit der Nahrung und Verluste durch Lagerung und Kochen. Auch zahlreiche Arzneimittel stören die Folsäure-Aufnahme. Schwangere sind besonders gefährdet, denn der Folsäure-Bedarf verdoppelt sich während der Schwangerschaft. Folsäure-Mangel kann Gesundheitsschäden für das Kind (Mißbildungen) verursachen.
Kontraindikationen: Bei einer megaloblastischen Anämie infolge eines Vitamin-B12-Mangels darf Folsäure erst nach Behebung dieses Mangels oder aber direkt mit Vitamin B12 (Cobalamin) verabreicht werden; es besteht sonst die Gefahr neurologischer Schäden. Vor einer Therapie mit Folsäure daher zuerst die Möglichkeit eines Vitamin-B12-Mangels klären.
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| Funktionen
im Körper:
Blutbildung; Beteiligung an der Bildung der Nukleinsäuren (Träger der genetischen Information). Mangelerscheinungen: Durch seinen hohen Gesamtkörpergehalt an Vitamin B12 und dessen geringe Umsatzrate ist der junge Erwachsene vor einem manifesten klinischen Mangel gut geschützt. Am häufigsten erkranken Personen über 60 Jahre an B12-Mangel. Bei Kindern kommen genetisch bedingte Resorptionsstörungen vor. Mangelgefährdet sind auch strenge Vegetarier, die über mehrere Jahre jegliche tierische Produkte meiden, sowie deren Kinder, die schon während der Schwangerschaft und Stillzeit unzureichend mit Vitamin B12 versorgt werden. Aufgrund einer erniedrigten DNA-Synthese bei Vitamin-B12-Mangel kommt es nicht nur zur Ausbildung von Megaloblasten, sondern auch zu Leukopenie und Thrombozytopenie. Haut und Schleimhäute sind blaß, es tritt Durchfall aufgrund einer Achlorhydrie auf, die durch Schädigung der Belegzellen zustandekommt. Die Folge ist wiederum eine Überwucherung der Darmschleimhäute mit Bakterien, welche die Resorption zusätzlich reduzieren.
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0 Schutz der Zellen vor Oxidation; Beteiligung an der Bildung von Binde-, Knorpel- und Knochengewebe; erhöht im Darm die Eisenaufnahme; ist Co-Faktor bei lebenswichtigen Prozessen wie: Bildung von Hormonen aus Cholesterin, Bildung von Nebennierenhormonen, Biosynthese von Proteinen, Gastrinbildung, Bildung der Hormone der Hirnanhangdrüse und des Hypothalamus, Bildung von Carnitin, Kollagenbildung, Abbau zyklischer Aminosäuren, Senkung der Histaminfreisetzung. Vitamin C ist Aktivator des Immunsystems; dient dem Nervensystem als Stimulans; ist Regenerator von Vitamin E. Mangelerscheinungen: Skorbut, die klassische Vitamin-C-Mangel-Krankheit tritt unter heutigen Ernährungsbedingungen praktisch nicht mehr auf. Heute stehen vielmehr subklinische Mangelerscheinungen im Vordergrund, die sich in verminderter geistiger und körperlicher Leistungsfähigkeit, Müdigkeit und Schlafbedürfnis, Reizbarkeit sowie Schmerzen in Gelenken und Gliedern, verzögerter Wundheilung, leicht entstehenden blauen Flecken, äußern. Auch die Immunkraft ist bei Vitamin-C-Mangel herabgesetzt. Raucher, Alkoholiker und Berufskraftfahrer haben einen erhöhten Vitamin-C-Bedarf (Raucher ca. 40 mg pro Zigarette). Ebenso Personen, die unter oxidativem Streß (z.B. bei Krankheiten) stehen, sollten Vitamin C ergänzend zuführen, da es hier als Antioxidans verstärkt verbraucht wird.
Funktionen im Körper: Bestandteil vieler Enzyme (Eiweiß-, Kohlenhydrat- und Fettstoffwechsel); wichtig für Blutzellen, Haut, Haare und Nerven. Mangelerscheinungen: Ein Biotin-Mangel ist beim Menschen selten, da einerseits der Bedarf sehr niedrig ist, andererseits Biotin in fast allen Nahrungsmitteln vorkommt. Biotin-Mangel wurde daher nur unter den folgenden Bedingungen beschrieben: exzessive Zufuhr von rohem Eiereiweiß (Biotin-Antagonist), ungenügende Zufuhr bei langandauernder parenteraler Ernährung, genetische Störungen im Biotin-Stoffwechsel. Bei Patienten mit alkoholinduzierter Leberzirrhose sowie bei Patienten mit Fettleber werden reduzierte Biotin-Gehalte in Leber und Blut festgestellt.
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