Orthomolekulare Substanzen (andere)

[ Kreatin ] [ Inosit, Inositol ] [ Orotsäure ]

Mißachtung von Grundsätzen

Gesundheit und Krankheit werden auf der Basis von vielen Millionen Körperzellen entschieden.

Chronischer Mangel an Mikronährstoffen (Vitamine, Spurenelemente, Mineralstoffe, Aminosäuren und andere Biofaktoren) ist die häufigste Ursache von Mangelfunktionen der Zellen und deshalb von Krankheiten. Herz- und Kreislaufprobleme sind die häufigsten Krankheiten überhaupt, weil die Zellen des Herzmuskels und die Arterienwände einen besonders hohen Verbrauch an Bioenergie durch Dauerbeanspruchung haben.Die tägliche optimale Versorgung mit Mikronährstoffen ist der Schlüssel zur Verhinderung von Herz-Kreislaufproblemen und den meisten Erkrankungen.

Denn: Nährstoffdefizite führen zu:
eingeschränkten zellulären Enzymleistungen,
reduzierter Energiebildung,
eingeschränkter Syntheseleistung für Enzyme etc.,
vorzeitigem Verlust der Membranelastizität,
erhöhter Mutationsrate im Zellkern und der Mitochondrien –DNA,
erhöhter Radikalbildung und
erhöhtem Anfall saurer Stoffwechselprodukte und damit Übersäuerung des Bindegewebes.


Eine noch relativ junge medizinische Disziplin, die orthomolekulare Medizin, befaßt sich mit der oben dargestellten Problematik, die im wesentlichen ihren Ursprung in den modernen Lebensformen hat.


Orthumolekulare Medizin

Definition: Orthomolekulare Medizin ist die Erhaltung guter Gesundheit und die Behandlung von Krankheiten durch Veränderung der Konzentration von Substanzen im menschlichen Körper, die normalerweise im Körper vorhanden und für die Gesundheit erforderlich sind.

Therapeutische Anwendung orthomolekularer Substanzen: Es sollten nur Substanzen zur Anwendung kommen, die Arzneimittelqualität aufweisen. Viele Präparate, die z.B. in Drogerien und Kaufhäusern angeboten werden, erfüllen diesen Anspruch nicht!
Die Basis der orthomolekularen Medizin ist streng wissenschaftlich und interdisziplinär. Grundlage sind diese wissenschaftlichen Disziplinen:

Ernährungswissenschaft, Biochemie, Zell- und Molekularbiologie, Allgemeinmedizin,
Immunologie, Endokrinologie, Toxikologie, Physiologie, Allergologie

Die Orthomolekularmedizin ist sicher nicht in jedem Fall eine Alternative zur Schulmedizin, auf jeden Fall kann man sie aber als sinnvolle Ergänzung betrachten

Kreatin

Funktionen im Körper:

Faktor beim Energiebildungsprozess in Muskelzellen. Kreatinphosphat ist neben ATP wichtigster Energiespeicher im Körper; wird bei intensiver körperlicher Beanspruchung innerhalb der ersten Sekunden mobilisiert. Deshalb entscheidet der Körperbestand an Kreatinphosphat wesentlich über die Spontankraft im Leistungssport.

Mangelerscheinungen:

Bei Muskeldystrophie, einer Störung des Muskelstoffwechsels, ist der Kreatin-Gehalt der Muskulatur stark reduziert.

Bei Stoffwechselgesunden sind Kreatin-Mangelerscheinungen noch nicht festgestellt worden. Man diskutiert jedoch einen erhöhten Kreatinphosphat-Bedarf bei Schwerarbeitern und Leistungssportlern. So soll Kreatinphosphat die Spurtkraft, die Ausdauer und den Muskelaufbau verbessern. Auch die Erholungszeiten nach Training und Wettkampf sollen sich durch Kreatinphosphat-Zufuhr reduzieren lassen.

Indikationen (aus der internationalen wissenschaftlichen Literatur):
Rekonvaleszenz nach langer Krankheit
Muskelerkrankungen
Herzinsuffizienz
Entzündungserscheinungen –akut und chronisch-
physische Überbelastung
Erschöpfungszustände
ältere Menschen
Leistungssportler

Kontraindikationen: nicht bekannt !

Wechselwirkungen/Nebenwirkungen:
Kreatin sollte nicht gleichzeitig mit Kaffee eingenommen werden, da Kaffee die Resorptionsrate verringert. Vorsicht ist geboten bei gleichzeitigem Verzehr von gepökelten Fleisch- und Wurstwaren. Kreatin könnte sich mit Nitritpökelsalz im sauren Milieu des Magens zu gefährlichen Nitrosaminen verbinden. Um dem vorzubeugen, nimmt man Kreatin am besten mit Vitamin-C-haltigen Speisen oder Getränken. In heißen Getränken darf Kreatin nicht gelöst werden, da es sich als Eiweißverbindung bei Temperaturen über 40°C verändert.


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Inositol, Inosit

Funktionen im Körper:

Hohe Gehalte in Hoden, Gehirn, Nieren, Milz, Leber, Eierstöcken, Augenlinsen und Herzmuskel; Baubestandteil von Zellmembranen; steuert die Erregbarkeit der Zellen.

Mangelsymptome:
Konstipation (Verstopfung)
Hypercholesterolämie (hoher Cholesterinspiegel)
Alopezie (Haarausfall)
Ekzeme

Indikationen (aus der internationalen wissenschaftlichen Literatur):
Nervenberuhigung
diabetische Polyneuropathie – Verbesserung der Sinnesempfindungen (diabetische Nervenerkrankung)
Schlafstörungen, Unruhezustände
Durchblutungsstörungen - peripher -
Lebererkrankungen
progressive Muskeldystrophie (progressiver Muskelschwund)

Kontraindikationen: nicht bekannt !

Wechselwirkungen: nicht bekannt !

Nebenwirkungen: nicht bekannt !

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Orotsäure

Funktionen im Körper:

Zentrale Stellung im Stoffwechsel der Nukleinsäuren.

Mangelerscheinungen:

Orotsäure-Mangelzustände konnten bisher nicht festgestellt werden.

Indikationen (aus der internationalen wissenschaftlichen Literatur):
Wachstumsstörungen
Verbesserung des Leberstoffwechsels (Calcium und Lithium Orotat)
Verbesserung von sensorischen und motorischen Leistungen bei älteren Menschen (Magnesium-Orotat)
Verbesserung der Herzleistung
Myocardinfarkt-Prophylaxe
Calcifizierungsstörungen der Knochen (Calcium-Orotat)
rheumatische Gelenksdeformationen (Calcium-Orotat)
Recalcifizierung von Knochenmetastasen (Calcium-Orotat)
Migräne (Lithium-Orotat)
Depressionen (Lithium-Orotat)
Verbesserung der Gefäßelastizität (Magnesium-Orotat)
Förderung einer gesunden Darmflora

Kontraindikationen: nicht bekannt !

Wechselwirkungen/Nebenwirkungen: nicht bekannt !