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Mißachtung von Grundsätzen Gesundheit und Krankheit werden auf der Basis von vielen Millionen Körperzellen entschieden. Chronischer Mangel an Mikronährstoffen (Vitamine, Spurenelemente, Mineralstoffe, Aminosäuren und andere Biofaktoren) ist die häufigste Ursache von Mangelfunktionen der Zellen und deshalb von Krankheiten. Herz- und Kreislaufprobleme sind die häufigsten Krankheiten überhaupt, weil die Zellen des Herzmuskels und die Arterienwände einen besonders hohen Verbrauch an Bioenergie durch Dauerbeanspruchung haben.Die tägliche optimale Versorgung mit Mikronährstoffen ist der Schlüssel zur Verhinderung von Herz-Kreislaufproblemen und den meisten Erkrankungen.
Eine noch relativ junge medizinische Disziplin, die orthomolekulare Medizin, befaßt sich mit der oben dargestellten Problematik, die im wesentlichen ihren Ursprung in den modernen Lebensformen hat.
Definition: Orthomolekulare Medizin ist die Erhaltung guter Gesundheit und die Behandlung von Krankheiten durch Veränderung der Konzentration von Substanzen im menschlichen Körper, die normalerweise im Körper vorhanden und für die Gesundheit erforderlich sind. Therapeutische
Anwendung orthomolekularer Substanzen: Es
sollten nur Substanzen zur Anwendung kommen, die Arzneimittelqualität
aufweisen. Viele Präparate, die z.B. in Drogerien und Kaufhäusern
angeboten werden, erfüllen diesen Anspruch nicht!
Die Orthomolekularmedizin ist sicher nicht in jedem Fall eine Alternative zur Schulmedizin, auf jeden Fall kann man sie aber als sinnvolle Ergänzung betrachten.
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Funktionen im Körper: Am Aufbau von Knochen und Zähnen beteiligt; unerläßlich für die Aktivität zahlreicher Enzyme; wichtig für Kohlenhydrat- und Eiweißstoffwechsel; greift in den Fettstoffwechsel durch Stimulierung fettspaltender Enzyme ein; große Bedeutung für das Nervensystem. Mangelerscheinungen: Vermehrte Kalium-Düngungen der Böden bei gleichzeitig unzureichender Magnesium-Düngung sind für die Magnesium-Mängel in der Nahrungskette verantwortlich. Bei schwerem Magnesium-Mangel kommt es zu Muskelkrämpfen bis zur Tetanie. Schwere Mangelzustände können z.B. auftreten bei chronischem Durchfall und Erbrechen. Besonders gefährdet sind auch Alkoholiker, da Alkohol die Magnesium-Ausscheidung fördert. Aber auch Streß, Schwangerschaft und Stillen sowie Leistungssport führen zu vermehrter Magnesium-Ausscheidung bzw. zu erhöhtem Bedarf. Ein Mangel bei älteren Menschen ist oft zu beobachten. Tetrazykline und Antazide hemmen die Aufnahme des Magnesiums aus der Nahrung. Bei Verwendung von Diuretika muß immer an einen dadurch ausgelösten Magnesium-Mangel (und Kalium-Mangel) gedacht werden. Weit häufiger begegnet man einem verborgenen, nicht gleich sichtbaren Magnesium-Mangel. Ein solcher Mangel spielt eine wichtige Rolle vor allem bei Herzerkrankungen, Bluthochdruck, Muskelschwäche, erhöhter Krampfneigung der Muskulatur, abgeschwächten Sehnenreflexen, Leistungsminderung und rascher Ermüdbarkeit, Nervosität und Depressionen. Bei Frauen können Magnesium-Mängel zu Geburtskomplikationen, zu einer Verstärkung des prämenstruellen Syndroms und zu Dysmenorrhöe (Zyklusstörungen) führen.
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Wechselwirkungen/Bioverfügbarkeit:
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| Magnesium-Citrat ist besser löslich als Magnesium-Oxyd |
| Magnesium-Chlorid ist löslicher als Magnesium-Oxyd, -Glukonat, -Citrat, -Hydroxyd oder -Sulfat. Es benötigt Magensäure für die Löslichkeit; seine Verwendung ist jedoch infolge seiner hygroskopischen Eigenschaften begrenzt. |
| Während der Protein-Synthese und Bildung von neuem Gewebe bei wachsenden und sich entwickelnden Kindern, Sportlern im Training, schwangeren oder stillenden Frauen und Personen, die sich von Hungerperioden oder zehrenden Krankheiten erholen, erhöhen proteinreiche Diäten den Magnesium-Bedarf. |
| Hohe Konzentrationen von Fett im intestinalen Lumen behindern die Magnesium-Resorption. |
| Eine hohe Zuckerzufuhr steigert den Bedarf an Magnesium. |
| Alkohol steigert die Ausscheidung von Magnesium im Urin. |
| Coffein steigert die Ausscheidung von Magnesium im Urin. |
| Riboflavin in hohen Dosen kann das Risiko eines Magnesium-Mangels erhöhen. |
| Eine Kalium-Supplementierung kann die Ausscheidung von Magnesium im Urin erhöhen. |
| Eisen kann die Resorption von Magnesium vermindern. |
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Nebenwirkungen:
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| Bei Personen mit gesunden Nieren kann es praktisch nicht zu einer zu hohen Zufuhr von Magnesium kommen, da die Niere überschüssiges Magnesium über den Urin ausscheidet. Bei schweren Nierenfunktionsstörungen (Niereninsuffizienz) kann es zu einem überhöhten Magnesium-Spiegel kommen. |
| Bei höheren Dosierungen kann weicher Stuhl auftreten. Dies ist unbedenklich. Beim Auftreten störender Durchfälle kann man die Dosis vermindern. |
| Starke Müdigkeitserscheinungen weisen unter Umständen darauf hin, daß ein überhöhter Magnesium-Spiegel vorliegen kann. |
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Funktionen im Körper: Wichtigstes intrazelluläres Kation: wichtig für elektrische Spannungsdifferenz zwischen der Außen- und Innenseite der zellulären Doppelmembran, Osmolarität, Hydration, Nerven- und Muskelarbeit, Enzymreaktionen, Glykogen- und Proteinstoffwechsel, Co-Faktor für Enzyme; Membranpotential, Kaliumpumpe; unabdingbar für richtige Funktion der Nerven, Muskeln und Nieren. Mangelerscheinungen: Ein Kalium-Mangel kann vor allem auftreten bei übermäßigem Schwitzen ohne ergänzende Aufnahme von Kalium (z.B. Ausdauersportler, Bergsteiger), bei länger andauerndem Durchfall, häufigem Erbrechen, Mißbrauch von Abführmitteln. Hier ist jeweils auch auf gleichzeitige Natrium-Verluste zu achten. Auch
die Einnahme von Diuretika (wasserausschwemmende Arzneimittel) kann zu
Kalium-Mangel führen. Auch Diabetes, Übersäuerungen des
Extrazellulärraumes sowie übermäßige Kochsalzzufuhr
führen zu relativem Kalium-Mangel.
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