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ODENSE - Unter der Behandlung mit HMG-CoA Reduktase-Inhibitoren (Statine) kann es zu einer peripheren Neuropathie kommen. Eine dänische Fall-Kontrollstudie, veröffentlicht in Neurology (2002; 58:13331337), zeigt ein deutlich erhöhtes relatives Risiko. Die absolute Inzidenz scheint jedoch niedrig zu sein. Vereinzelte Fallberichte und eine epidemiologische Studie hatten Statine in den Verdacht gebracht, eine periphere Neuropathie auszulösen, die zu Muskelschwäche, Ausfällen der Sensibilität und Schmerzen führen kann. Deshalb entschlossen sich David Gaist von der Universität von Südschweden in Odense, eine bevölkerungsbasierte Fall-Kontroll-Studie durchzuführen. In einem Krankenregister suchten sie alle Diagnosen einer peripheren Neuropathie ohne bekannte Ursache (etwa Diabetes mellitus). Sie fanden in der Provinz Fünen insgesamt 166 Patienten, von denen die Diagnose in 35 Fällen gesichert war. In 54 Fällen wurde eine Erkrankung als wahrscheinlich und in 77 Fällen als möglich angesehen. Insgesamt neun Patienten mit peripherer Neuropathie hatten Statine eingenommen, wie der Abgleich mit einem Verschreibungsregister zeigte. Dies deutet auf eine geringe Inzidenz dieser Nebenwirkung hin. Das relative Risiko war jedoch hoch. In der Gesamtgruppe war der Faktor 3,7. Noch deutlicher war der Zusammenhang in einigen Untergruppen: Patienten mit einer gesicherten Diagnose hatten 14,2-fach häufiger Statine eingenommen als die Kontrollen, und Patienten, die länger als zwei Jahre Statine eingenommen hatten, erkrankten sogar 26,4-fach häufiger an einer peripheren Neuropathie. Trotz weiterer Konfidenzintervalle waren alle Ergebnisse signifikant. Dennoch scheint die Inzidenz eher gering zu sein.
In einer Pressemitteilung der American Academy of Neurology betont Gaist,
dass der Nutzen der Behandlung mit Statinen bei weitem größer
ist als die Gefahr, an einer peripheren Neuropathie zu erkranken. Dennoch
sollten Ärzte bei den Patienten auf diese mögliche Nebenwirkung
achten. -------------- Wichtige Links zum Thema "Anwendung
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