|

Ubichinon
Q10 bei der Schmerzverarbeitung
Mittels METOX-Substanzen
ein realisierbarer Wunsch
von Dr. Bärbel Ziemann-Becker
Zusammenfassung
Der Mensch verfügt über ein hochkomplexes Schmerzsystem, das
den Körper vor schädigenden Einflüssen warnt und sofortige,
lebenserhaltende Abwehrreaktionen auslöst. Dieses System ist jedoch
nicht perfekt, da z.B. chronische Schmerzzustände häufig zu
sinn- und schutzlosen Abwehrmechanismen führen oder aber das Schmerz-Warnsignal
manchmal gänzlich ausbleibt wie bei vielen Krebskranken, die im Frühstadium
oft schmerzfrei sind.
Chronische Schmerzen können durch verschiedenste Erkrankungen - oft
entzündlicher Natur- verursacht werden. Manchmal jedoch gehen persistierende
chronische Schmerzen auch ohne klinischen Befund einher: In diesen Fällen
haben sie sich von ihrer ursprünglichen Funktion als warnendes Körpersignal
gelöst und verselbständigt. Chronische Schmerzen führen
dann ein Eigenleben und werden zum Krankheitsbild per se, das zur totalen
physischen und psychischen Erschöpfung des Betroffenen führen
kann.
METOX-Substanzen tragen zur Linderung chronischer
Schmerzen bei, indem sie bei den entzündlich bedingten Formen den
Körper insgesamt stärken und die Abwehrleistung des Körpers
verbessern. Bei dem eigenständigen Krankheitsbild Schmerz erzielen
METOX-Substanzen vor allem über eine Aktivierung der hemmenden Schmerzkontrolle
Schmerzlinderung.
METOX-Substanzen wie Ubiquinon Q10,
Vitamin C, Zink und Selen wirken hier ausgleichend auf das gesamte Schmerzsystem
und tragen so zur Verringerung der Schmerzempfindlichkeit und damit zu
einer Steigerung des Wohlbefindens und der Lebensqualität bei.
I. Schmerz -ein lebensnotwendiges
Sinnesorgan-
Unter Schmerz versteht man einerseits
ein lebensnotwendiges Sinnessystem, andererseits die Erlebnis- und Leidensqualität
des Verletzten (Zimmermann 1995). Die Schmerzempfindung und ihre Verarbeitung
-die Nozizeption- ist am weitesten beim Menschen entwickelt. Er verfügt
über ein hochkomplexes integratives Schmerzsystem. Dieses System
ist lebensnotwendig, denn es versteht Schmerz im Normalfall als warnendes
Signal für den Körper und löst sofortige Reaktionen aus.
Akute und chronische Schmerzsignale werden im Organismus
von speziellen "Schadensmeldern" aufgenommen. Diese Schadensmelder
sind als freie Nervenendigungen in den Geweben unseres Körpers verteilt.
Ihre Dichte ist sehr unterschiedlich: In Fingerkuppen, im Zahnbein und
in der Hornhaut sind sie viel zahlreicher als beispielsweise in der Rückenhaut.
Bei einigen Organen wie Leber und Gehirn fehlen diese Schmerz-Meßfühler
sogar gänzlich.
Sie werden durch Reize erregt, die für den
Organismus potentiell schädlich sind (z.B. Dehnungsreize, Erhitzen,
Quetschen, lokale Konzentrationen von Wasserstoff- und Kaliumionen oder
von anderen chemischen Substanzen). Auch können die Schadensmelder
indirekt über sogenannte Schmerzstoffe aktiviert werden, die im Gewebe
unter bestimmten Bedingungen (z.B. bei Entzündungen) freigesetzt
werden.
Die Schadensmelder senden die aufgenommenen Schmerzreize
über ihre zugehörige Nervenzelle ins Rückenmark. Diese
Weiterleitung innerhalb der Nervenzelle erfolgt hauptsächlich über
spannungsgesteuerte Ionenkanäle, die in den Zellen das sogenannte
Aktionspotential erzeugen. Im Rückenmark werden die Schmerzreize
aus dem Körper gesammelt und verarbeitet. Hierbei werden nur ausgewählte
Schmerzreize zum Gehirn weitergeleitet. Neben erregenden Nerven-Überträgerstoffen
sind bei dieser Reizfilterung auch Substanzen wesentlich, die die Weiterleitung
von Schmerzreizen hemmen und übererregte Schmerzzellen wieder dämpfen.
Liegt Mangel an diesen Hemmstoffen vor, kann hier eine erhöhte Schmerzempfindlichkeit
die Folge sein und die Entstehung chronischer Schmerzen begünstigt
werden.
Die Freisetzung erregender als auch hemmender Überträgerstoffe
aus den Nervenzellen erfolgt grundsätzlich immer unter Verbrauch
des Energiemoleküls ATP, das in ausreichenden Mengen zur Verfügung
stehen muß.
Im Gehirn werden die Schmerzinformationen dann
in die Steuerung verschiedenster Körpersysteme integriert und beeinflussen
dadurch den gesamten Organismus: Bei Schmerz steigt der Blutdruck, die
Muskeln verkrampfen, der Schlaf flieht und die Konzentration läßt
nach. Erst danach wird einem betroffenen Menschen der Schmerz bewußt,
und es erfolgt die subjektive Bewertung von Schmerz und die Entscheidung
zum Handeln.
Bei dieser subjektiven Schmerz-Wahrnehmung und
dem daraus resultierenden Verhalten spielen sowohl die reinen Sinnes-Schmerzempfindungen
als auch emotionale Aspekte von Schmerz eine Rolle. So ist nachgewiesen,
daß allein schon die Erwartung des Schmerzes den eigentlichen Schmerz
verstärkt. Auch scheinen die jeweilige Gemütslage sowie Alter
und Geschlecht auf die subjektive Schmerzempfindung Einfluß zu nehmen.

II. Chronischer Schmerz
raubt die Sinne
Unser Schmerzsystem erfüllt seine schützende
Funktion nicht immer perfekt: So kann zum einen der warnende Schmerz völlig
ausbleiben, was u.a. viele Krebskranke betrifft, die in der Frühphase
der Erkrankung schmerzfrei sind.
Zum anderen unterbleibt die Schutzfunktion des Schmerzes, wenn die Schmerzempfindung
selbst keine sinnvolle Abwehrreaktion nach sich zieht. Dies ist bei starken
chronischen Schmerzen der Fall, wo es zu vegetativen Reaktionen kommt,
die in einer völligen körperlichen und psychischen Erschöpfung
des Patienten enden und ihn dadurch gefährden. So kann der erschöpfende
Schmerz eines nicht behandelbaren Karzinoms dem Patienten die letzte Lebenskraft
nehmen.
Die Persönlichkeitsstruktur des Schmerz-Leidenden
kann sich gravierend verändern: Nahezu jeder Schmerz-Gequälte
zieht sich in sich zurück, wird ungesellig und einsam. Seine Leistungen
im Beruf lassen nach. Folgen von zermürbendem chronischen Schmerz
sind u.a. Depressionen und Angstzustände, die häufig in Arbeitsunfähigkeit
oder der Beendigung langjähriger Beziehungen gipfeln können.
Chronischer Schmerz "raubt die Sinne" und bringt den Betroffenen
oft geradezu "um den Verstand". Diese körperliche und psychische
Belastung des Schmerz-Leidenden ist mit vermehrtem oxidativen Streß
gekoppelt: In Streßsituationen werden im Körperstoffwechsel
vermehrt aggressive Sauerstoffradikale frei, die auf Dauer gesehen zu
Schädigungen der Gewebe führen und letztlich das Entstehen weiterer
Krankheitsbilder forcieren. Die Schmerzbelastung kann sich dadurch noch
zusätzlich intensivieren.
1. Chronische Schmerzen bei entzündlichen
Erkrankungen
Oft sind bei chronischen Schmerzen Entzündungsvorgänge
beteiligt, wie beispielsweise bei der Arthritis, einer entzündlichen
Gelenkerkrankung. Vor allem zu Beginn einer solchen Entzündung werden
die Schmerz-Schadensmelder stark aktiviert; in Folge werden dadurch vermehrt
Schmerzreize zum Gehirn geleitet. Dies erklärt, warum beispielsweise
die sonst schmerzfreie Beweglichkeit eines Gelenks bei Entzündung
plötzlich schmerzhaft wird. Die übermäßig vielen
Schmerzsignale können die verstärkte Schmerzempfindlichkeit
und die Dauerschmerzen bei einer entzündlichen Erkrankung zum Teil
erklären.
Zudem werden bei Entzündungen aus den Schmerz-Schadensmeldern
selbst kontinuierlich Botenstoffe freigesetzt. Diese Botenstoffe aktivieren
zum einen rückwirkend die Schadensmelder selbst, zum anderen aber
auch die Abwehrzellen des Körpers, die den Entzündungsprozeß
anheizen. Diese neural vermittelte unspezifische Abwehrreaktion wird auch
als neurogene Entzündung bezeichnet. Ein Beispiel für neurogene
Entzündung ist der Sonnenbrand: Vor allem in der Spätphase konnten
hier neurogene Entzündungsmechanismen nachgewiesen werden. Neurogene
Entzündungsmechanismen wirken auch bei Migräne, beim Asthma
bronchiale, bei der Fibromyalgie und bei der entzündlichen rheumatischen
Gelenkerkrankung, der Arthritis.
2. Verselbständigung chronischer
Schmerzen
Zahlreiche experimentelle Befunde zeigen, daß
Nervenzellen sich verändern, wenn sie mit Schmerzsignalen überhäuft
werden.
Über die Steuerzentrale ihrer Zellen, den
Zellkern, schalten sie nämlich nach langanhaltenden akuten Schmerzreizen
auf Daueraktivität um, unabhängig davon, ob sie weiter gereizt
werden. Die Schmerzschwelle sinkt dann so weit ab, daß alltägliche
Bewegungs- und Druckreize, z.B. auf die Wirbelsäule, ausreichen,
um ständige chronisch werdende Schmerzen auszulösen. Das hochkomplexe
Schmerzsystem "gerät aus den Fugen" und das Zusammenspiel
aktivierender und hemmender Einflüsse wird immer unkontrollierter.
Letztlich können sich die Schmerzen sogar
gänzlich von ihren Auslösern abkoppeln und im Rückenmark
und Gehirn ein grausiges Eigenleben entwickeln. In diesen Fällen
liegt Schmerz ohne einen nachweisbaren klinischen Befund im Sinne einer
Erkrankung vor. Der Schmerz selbst fungiert dann nicht mehr als warnendes
Körpersignal, sondern ist losgelöst von seiner ursprünglichen
Funktion ein eigenständiges Krankheitsbild, die sogenannte Schmerzkrankheit.
Der Schmerz wird hier zum engsten Lebensgefährten des Betroffenen.
III. Schmerzlindernde
METOX-Substanzen geben Sinn zurück
Gängige Schmerztherapien umfassen verschiedene
Maßnahmen, inklusive der Anwendung von schmerzstillenden Mitteln,
Narkosemitteln, Akupunktur, autogenem Training oder Hypnose. Die ärztliche
Behandlung reicht dabei von der Linderung geringgradiger Schmerzen bis
zur vollen Aufhebung der Schmerzempfindung durch analgetische Arzneimitteltherapie.
Unter Morphin, einem der stärksten Schmerzmittel, kommt es zur Dämpfung
der Erregbarkeit der Schmerz-Schadensmelder. Dabei wird auch die absteigende
Hemmung vom Gehirn zum Rückenmark aktiviert. Neueste Untersuchungen
zeigen, daß Morphin auch direkt hemmend auf Nervenzellen wirkt,
die an der Verarbeitung von Schmerzinformationen beteiligt sind.
Sogenannte METOX-Substanzen unterstützen die verschiedenen Therapieformen,
indem sie ausgleichend und regulierend auf das gesamte Sinnessystem "Schmerz"
Einfluß nehmen.
1. METOX-Substanzen - zur Stärkung
des Körpers
Zunächst zur Definition des Metabolisch-Antioxidativen-Konzepts
(METOX-Konzept): Dieses Konzept sieht vor, den Körper speziell mit
solchen Substanzen zu versorgen, die einerseits den gesamten Körperstoffwechsel
(Metabolismus) und das Abwehrsystem stärken, andererseits als Antioxidantien
schädigende Radikale abfangen und somit oxidativem Streß in
Zusammenhang mit der Schmerzbelastung vorbeugen. Indirekt werden dadurch
die Zellen, hier insbesondere ihre Energiezentralen, geschützt und
einem energetischen Defizit in den Zellen entgegengewirkt.
Zur begleitenden Schmerztherapie
lassen sich speziell vier dieser Metabolisch-Antioxidativen Substanzen
effektiv einsetzen:
| Ubiquinon Q10 |
| Vitamin C |
| Zink |
| Selen |
Gemeinsam gewährleisten diese Substanzen, daß
chronische Schmerzen gelindert werden durch:
| Unterstützung der Bildung von Botenstoffen |
| Aufrechterhaltung der Membrandynamik |
| Modulation der Immunabwehr |
| Vermittlung von Energien |
| Anhebung des bioenergetischen Defizits |
| Verbesserung der Durchblutung |
| Schutz vor freien Radikalen |
1.1 Ubiquinon Q10
Ubiquinon Q10 hat im Körper gleich mehrere
Wirkfelder, die einen entscheidenden Einfluß auf die Linderung von
chronischen Schmerzen haben. Bei Betroffenen kann über eine ausreichende
Versorgung mit Ubiquinon Q10 ein Abklingen starker Schmerzen erreicht
werden.
Bildung und
Abgabe von Überträgerstoffen im Nervensystem
Die stimulierenden als auch die hemmenden Überträgerstoffe
der Nervenzellen werden in eigens für die Produktion verantwortlichen
Zellbestandteilen, dem sogenannten Golgi-Apparat, gebildet und in speziellen
Transportbläschen, den Vesikeln, verpackt. Die Botenstoffe werden
im Anschluß aus der Zelle ausgeschleust, um zu ihrem Ziel zu gelangen.
Voraussetzung für diesen Transport ist eine spezifische Membranbeweglichkeit
(Fluidität), die durch Ubiquinon Q10 mitbestimmt wird. Ausreichend
Ubichinon-Q10-Reserven in den Zellmembranen, insbesondere in denen der
Golgi-Vesikel, sind somit für den Transport von Botenstoffen in und
außerhalb der Zelle entscheidend. Gerade das Schmerzsystem ist von
der Produktion solcher Botenstoffe abhängig, werden doch über
diese Überträgerstoffe nahezu alle Schmerzreize kontrolliert.
Da bei chronischen Schmerzpatienten häufig ein Mangel der hemmenden
Überträgerstoffe vorliegt, sollte über ein volles Q10-Depot
speziell die Produktion der schmerzhemmenden Überträgersubstanzen
Ñangekurbeltì werden.
Stärkung der Immunabwehr
Verschiedene Studien beweisen, daß Ubiquinon
Q10 das unspezifische und auch das spezifische Abwehrsystem aktiviert.
Bei entzündlich bedingten chronischen Schmerzen führt eine entsprechende
Aktivierung der Immunabwehr dazu, daß Entzündungen und damit
die verstärkte Schmerzempfindlichkeit schneller abklingen.
Vermittlung von Energie
Für die Verarbeitung von Schmerzreizen benötigen
unsere Nervenzellen Energie in Form des Energiemoleküls ATP. Dieses
Energiemolekül ist erforderlich, damit erregende, aber auch schmerzhemmende
Überträgerstoffe überhaupt gebildet, verpackt und aus der
Zelle ausgeschleust werden können.
Ubiquinon Q10 ist in der Lage, den Energiestoffwechsel
von Zellen zu verbessern. Jeder einzelnen Zelle stehen für ihre Energiebildung
eigene Kraftwerke zur Verfügung, die sogenannten Mitochondrien. In
diesen Mitochondrien wird unsere Nahrung unter Verbrauch des Luftsauerstoffs
in Energie umgewandelt. Ubiquinon Q10 hat in diesem Prozeß der Energiebildung
eine Schlüsselrolle inne, denn Energiegewinn ist ohne Q10 nicht möglich;
Ubiquinon Q10 bestimmt wesentlich das Energieniveau von Zellen.
Über eine Ubiquinon-Q10-Nahrungsergänzung
kann wieder für ausreichende Energiereserven in den Nervenzellen
gesorgt werden und dadurch indirekt eine verbesserte Kontrolle der Schmerzweiterleitung
erzielt werden.
Vernichtung von Radikalen
Ubiquinon Q10 ist das einzige fettlösliche
Antioxidans, das der Körper auch selber bildet. Allerdings wird Ubiquinon
Q10 bei Schmerz infolge der hohen Radikalbelastung durch den permanenten
Schmerz-Streß in erhöhtem Maße verbraucht, ohne daß
der Körper mit der Neusynthese Schritt halten kann. Ubiquinon-Q10-Mangel
führt zu einem antioxidativen Defizit mit der Folge, daß zusätzlich
zu den schmerzauslösenden Einflüssen weitere Körperschäden
durch Radikalattacken entstehen. Eine Ubiquinon-Q10-Nahrungsergänzung
schafft hier den Ausgleich und bewahrt vor Schäden durch oxidativen
Streß.

1.2 Vitamin C
Vitamin C kann der Körper nicht selber bilden;
er ist gänzlich auf die Zufuhr durch die Nahrung bzw. durch Nahrungsergänzungsmittel
angewiesen. Neue präventive und therapiebegleitende Anwendungsmöglichkeiten
dieser Ur- und Schutzsubstanz des Lebens ergeben sich aufgrund neuer Erkenntnisse
über die vielfältige Wirkungsweise von Vitamin C. So spielt
Vitamin C bei der Aufrechterhaltung einer Vielzahl von Lebensfunktionen
eine große Rolle und ist für den Körper unentbehrlich.
Einige Funktionen von Vitamin C tragen zur Schmerzlinderung bei:
Stärkung der Immunabwehr
Verschiedene Kriterien sprechen dafür, daß
Vitamin C in direktem Zusammenhang mit den Abwehrfunktionen des Körpers
steht:
Der Gehalt an Vitamin C in den spezifischen Abwehrzellen ist 10-40mal
höher als im Blut.
Vitamin C steigert die Aktivität der Abwehrzellen.
Bei den aktiven Freßzellen wurde beobachtet, daß der Vitamin-C-Gehalt
um 40% abfällt, was darauf hinweist, daß Abwehrfunktionen
mit einem erheblichen Vitamin-C-Verbrauch einhergehen.
Unter Vitamin-C-Zufuhr wurde eine deutliche Zunahme von spezifischen
Abwehrstoffen (Immunglobulinen) festgestellt.
Da eine gute Abwehrleistung des Körpers Voraussetzung dafür
ist, daß Entzündungen schnell abklingen, sollte zur Schmerzlinderung
speziell entzündlicher Erkrankungen für eine ausreichende
Vit. C-Zufuhr gesorgt werden.
Vernichtung von Radikalen
Vitamin C ist der wichtigste wasserlösliche
Radikalfänger und muß im Körper überall zur Verfügung
stehen, um wirksam gegen die Radikale vorgehen zu können.
Bei chronischen Entzündungen und bei Streß
sinkt der Vitamin-C-Gehalt um bis zu 40% ab! Aufgrund der hohen Streßbelastung
sollte deshalb speziell bei Schmerzleidenden für eine ausreichende
Vitamin-C-Zufuhr gesorgt werden, um nachhaltig vor Radikalschäden
zu schützen.

1.3 Zink
Zink ist ein lebenswichtiges Spurenelement, das
im Körper eine Vielzahl von Funktionen inne hat. Im Zusammenhang
mit der Schmerzlinderung sind einige dieser Funktionen entscheidend:
Stärkung der Immunabwehr
Zink aktiviert sowohl die spezifische
als auch die unspezifische Abwehr im Körper und hemmt zudem die Vermehrung
von Viren. In diesem Zusammenhang spielt
Zink insbesondere bei entzündlich bedingtem Schmerz eine zentrale
Rolle.
Vernichtung von Radikalen
Zink ist Bestandteil des Enzyms Superoxid Dismutase
(SOD). Dieses Enzym fängt speziell gefährliche Superoxidradikale
im Körper ab und schützt damit vor Radikalschäden. Aufgrund
ihrer hohen Streßbelastung sollten sich Schmerz-Leidende deshalb
über eine ausreichende Zink-Zufuhr vor Radikalschäden schützen.

1.4 Selen
Selen ist für den menschlichen Organismus
ein unentbehrliches Spurenelement. Im Zusammenhang mit der Linderung chronischer
Schmerzen sind folgende Funktionen wesentlich:
Stärkung der Immunabwehr
Selen stabilisiert das Abwehrsystem des Körpers
und spielt somit eine zentrale Rolle bei entzündlich bedingten Schmerzzuständen.
Vernichtung von Radikalen
Zum einen ist Selen Bestandteil des Enzyms "Glutathion-Peroxidase".
Dieses Enzym gehört zum "Antioxidativen System" des Körpers
und baut radikalische Verbindungen ab. Außerdem hat Selen eine enzymunabhängige
Radikalfängerfunktion. Bei Schmerzpatienten sollte dem Körper
ausreichend Selen zur Verfügung stehen, um einen optimalen Schutz
vor den freien Radikalen zu gewährleisten.
2. METOX-Substanzen - zum
Schutz vor erschöpfendem, chronischem Schmerz
Herausragendes Kriterium aller METOX-Substanzen
ist ihre Multifunktionalität, die sie zu umfassenden Schutzfaktoren
per se werden lassen: Denn METOX-Substanzen unterstützen den gesamten
Körperstoffwechsel (Nerven-, Hormon-, Immunsystem) und schützen
den Körper vor Radikalen. Gemeinsam sind die METOX-Substanzen in
der Lage, bei chronischen Schmerzen Linderung zu verschaffen.
2.1 Linderung entzündlich
bedingter Schmerzen
Bei entzündlich bedingten Schmerzen wird das
Krankheitsgeschehen durch die METOX-Substanzen hauptsächlich über
eine Stärkung des gesamten Körperstoffwechsels und eine Aktivierung
der körpereigenen Abwehr positiv beeinflußt:
METOX-Substanzen verbessern die Abwehrleistung
des Körpers und verkürzen dadurch entzündliche Prozesse,
eine häufige Ursache chronischer Schmerzen. Folge ist eine verminderte
Sensibilisierung der Nozizeptoren, so daß weniger Schmerzinformationen
zum Gehirn weitergeleitet werden (Ubiquinon Q10, Vitamin C, Zink, Selen).
METOX-Substanzen sind Radikalfänger des Körpers. Unter Schmerzen
befindet sich der Körper in einer übermäßigen Streßsituation,
die mit einer vermehrten und gefährlichen Radikalbildung einhergeht.
Ausreichende Radikalfängerreserven in Form von METOX-Substanzen können
bei Schmerzzuständen vor Radikalschäden schützen (Ubiquinon
Q10, Vitamin C, Zink, Selen).
Ubiquinon Q10 ist ein wesentlicher Energievermittler des Körpers.
In dieser Funktion kommt diesem Coenzym eine besondere Rolle im Schmerzgeschehen
zu, denn bei der Bekämpfung von Krankheiten benötigt der Körper
Unmengen an Energie. Auch ist die Bildung der Überträgerstoffe,
die für die Schmerzverarbeitung verantwortlich sind, von dem Energiemolekül
ATP abhängig. Darüber hinaus ist dieses Molekül für
die Regeneration geschädigter Nervenzellen wesentlich.
2.2 Linderung der Schmerzkrankheit
Bei Schmerzen ohne klinischen Befund wirken METOX-Substanzen
regulierend auf das gesamte System Schmerz:
METOX-Substanzen sind an der Bildung,
Verpackung und Ausschleusung von Überträgerstoffen (für
die Weiterleitung von Nervenreizen) aus der Nervenzelle maßgeblich
beteiligt. Vermutlich sind die METOX-Substanzen bei ausreichender Präsenz
in den Zellen so in der Lage, dem Verlust inhibitorischer Mechanismen
entgegenzuwirken, indem sie die Bildung der hemmenden Überträgerstoffe
unterstützen. Gerade bei chronischen Schmerzen ohne klinischen Befund
scheinen METOX-Substanzen insbesondere über die Aktivierung der hemmenden
Schmerzkontrolle Linderung zu verschaffen (Ubiquinon Q10).
Ubiquinon Q10 ist ein wesentlicher Energievermittler des Körpers.
In dieser Funktion kommt diesem Coenzym eine besondere Rolle im Schmerzgeschehen
zu, denn die Bildung der Überträgerstoffe ist ATP-abhängig.
Auch benötigen geschädigte Nervenzellen ATP zur Regeneration
ihrer Nervenfasern.
METOX-Substanzen verbessern die Beweglichkeit von Membranen (Membranfluidität)
und unterstützen dadurch indirekt das Funktionieren der Ionenkanäle
und der Zellkommunikationen. Da die Übertragung von Nervenreizen
innerhalb der Zelle über Ionenkanäle, zwischen Zellen über
spezielle Zellkontakte ñ die Synapsen ñ erfolgt, unterstützen
METOX-Substanzen auch diese Funktionen (Ubiquinon Q10).
METOX-Substanzen sind Radikalfänger des Körpers. Unter Schmerzen
befindet sich der Körper in einer übermäßigen Streßsituation,
die mit einer vermehrten und gefährlichen Radikalbildung einhergeht.
Ausreichende Radikalfängerreserven in Form von METOX-Substanzen können
bei Schmerzzuständen vor Radikalschäden schützen (Ubiquinon
Q10, Vitamin C, Zink, Selen).

Literatur
Littarru, G.P. Energie und
Schutz. C.E.S.I.srl Rom 1995.
Reitz, M. Schmerz und Schmerzverarbeitung. Pharmind - Aus Wissenschaft
und Forschung. Pharm. Ind. 60, 9; 1998.
Ziemann-Becker, B., Enzmann, F. Vitamin C "Ascorbinsäure"
Ein lebensnotwendiger Schutzfaktor. MSE Pharmazeutika GmbH 1998.
Zimmermann, M. Neurobiologie des Schmerzsystems. Neuroforum 1, 32-45;
1995.

Sponsorenlink
|