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Na, dann mal guten Appetit!
Viele Lebensmittel werden immer hochtechnisierter
und sind mittlerweile maßgeschneiderte Produkte der Lebensmittelindustrie.
Zusatz- und Hilfsstoffe wie Geschmacksverstärker, Antioxidantien,
Farb-, Süß- und Konservierungstoffe werden Nahrungsmitteln
zugefügt, um diese auf die Bedürfnisse des Marktes zuzuschneidern.
Täglich werden neue Produkte nach einem industriellen Baukastenprinzip
zusammengesetzt, so genanntes Food Design. Vieles, was leicht, fettreduziert,
kalorienarm und bequem in der Zubereitung ist und mit "gesund"
und "natürlich" zu werben versteht, ist in Wirklichkeit
ein Hightech-Erzeugnis.
Die langfristigen Folgen dieser Ernährungskultur
auf die Gesundheit sind aber noch wenig untersucht. Eine gestiegene Lebenserwartung
sorgt dafür, dass der Organismus immer länger mit künstlichen
Lebensmittelzusätzen leben muss.
Ob und inwieweit Lebensmittelzusätze unser
Wohlbefinden und unseren Organismus beeinflussen, wird kontrovers, oft
auch sehr emotional, diskutiert. Es wird mitunter vermutet, dass als harmlos
erachtete Lebensmittelzusätze zu den häufigsten Auslösern
von Allergien, Unverträglichkeiten, Asthma, Kopfweh und Migräne
gehören.
Es gibt aber auch Stimmen die betonen, dass gerade
die Panikmache um vermeintlich krankmachende Nahrung eine Verschlechterung
des Wohlbefindens suggerieren kann. Die Lebensmittelzusätze werden
dabei als relativ harmlose und gut überprüfte Bestandteile der
Nahrung betrachtet.
Farbstoffzusätze
Je farbig-bunter, um so grösser die Signalwirkung
auf Kinder. Ein grellfarbenes Angebot leuchtet uns von Bonbons, Lutschern,
Gummitieren, Zuckerwatte, Kuchendekorationen usw. entgegen. Die Nahrungsmittelindustrie
gibt Lebensmitteln Farbstoffe zu, um die Farbe der Masse zu betonen oder
die Oberfläche wiederherzustellen.
Farbstoffe wirken dabei verlockend, lösen
Schlüsselreize aus, erinnern an frühere Geschmackserlebnisse...
Durch die Umsetzung der EU-Richtlinien haben sich
die Richtlinien für Farbstoffe wieder gelockert. Auch bedenkliche
Azofarbstoffe wie das gelbe E 102 dürfen wieder verwendet werden.
Farben in der Ernährung haben nicht nur Signalwirkung,
sondern wirken ähnlich wie natürliche Aromen und Bitterstoffe
auf viele Stoffwechselvorgänge ein. Manipulationen mit synthetischen
Farben als Verkaufsanreiz sind daher auch immer eine Sinnenstäuschung
und unabhängig von dem allergisierenden Potential grundsätzlich
abzulehnen!
Künstliche Farbstoffe wenn immer möglich
vermeiden!
Konservierungsstoffe
Konservierungsstoffe verlangsamen oder verhindern
mikrobiologischen Verderb durch Bakterien, Hefen , Schimmelpilze in und
auf Lebensmitteln. Trotz aller Nebenwirkungen waren und sind sie damit
wichtig für die Erhaltung und Frische von Nahrungsmitteln. Gefährliche
Krankheiten wie Botulismus
und Listeriose
werden seit jeher mit Konservierungsstoffen verhindert.
Durch bessere Transportwege, bessere Verpackungs-
und Konservierungsmethoden ist der Einsatz von Konservierungsstoffen zurückgegangen.
Ein Produktvergleich lohnt sich deshalb.
Konservierungsstoffe müssen mit der Gattungsbezeichnung,
dem Namen und der E-Nummer deklariert werden. Hier sind einige der wichtigsten
Konservierungsmittel, die auch kritisch zu betrachten sind.
Geschmacksverstärker
Die gefragteste Einzelsubstanz der Lebensmittel-Designer
ist ein Hilfsmittel, das die Schwächen und Unzulänglichkeiten
des modernen Food-Stylings ausgleichen soll: der Geschmacksverstärker
Glutamat.
Die Glutaminsäure (E 620) und deren Salze
(E 621-625) sind in reiner Form ein weißes, wasserlösliches
Kristallpulver, das keinen eigenen Geschmack besitzt. Erst über die
Sensibilisierung der Geschmackspapillen im Mund verstärkt es den
Geschmack und hebt diesen hervor.
Glutamate werden heute vor allem in amerikanischer
Literatur für Asthma, Migräne und viele allergische Reaktionen
verantwortlich gemacht.
Antioxidatien
Antioxidantien hemmen die Oxidation von Fetten und bewahren daher
fetthaltige Nahrungsmittel vor dem Ranzigwerden. Bei Kartoffelerzeugnissen
und anderen pflanzlichen Produkten verhindern sie durch den Luftsauerstoff
bedingte Verfärbungen. Antioxidantien werden unter Nennung des einzelnen
verwendeten Stoffes und der E-Nummer deklariert.
In den Bereichen Konservierungsmittel, Antioxidantien,
Säuerungsmittel, Stabilisatoren ist oft eine klare Trennung der Anwendungsbereiche
nicht möglich.
Süsstoffe
Viele Lebensmittel einschließlich einer Reihe von Getränken
erhalten ihren süßen Geschmack nicht von Zuckern, sondern durch
den Einsatz von Zuckerersatzstoffen, ein sicherlich jedem bekanntes Beispiel
ist die "Coca Cola light".
Als Zuckerersatzstoffe bezeichnet man verschiedene
Stoffgruppen, die anstelle von Zucker zum Süßen verwendet werden
können. Man unterscheidet dabei zwei große Gruppen, die Süßstoffe
und die Zuckeraustauschstoffe. Die Kennzeichnung ist nach dem Lebensmittelgesetz
und angegebenen Höchstmengen nach den Richtlinien über Lebensmittelzusatzmittel
geregelt.
Bei den Süßstoffen handelt es sich um synthetische und natürliche
Verbindungen mit einem intensiv süßen Geschmack. Sie zählen
zu den Lebensmittelzusatzstoffen. Im Gegensatz zum Zucker und zu den Zuckeraustauschstoffen
haben Süßstoffe keinen oder nur einen vernachlässigbar
geringen Nährwert. Sie werden vom Körper völlig oder weitgehend
unverändert ausgeschieden.
Zu den Süßstoffen zählen: Saccharin,
Cyclamat, Aspartam, Acesulfam, Thaumatin und Neohesperidin.
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