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Verkürzte Wiedergabe einer Sendung
des ARD-Magazin
von Prof.Dr. Hademar Bankhofer
Man weiß es schon lange: Stress ist nicht
gesund. Nun aber haben amerikanische und deutsche Forschergruppen nachgewiesen,
dass Stress noch viel gefährlicher ist, als man vermutet hat. Stress
schadet dem Gehirn, dem Herzen, dem Kreislauf, dem Körpergewicht
und der Libido.
Man unterscheidet zwei Formen von Stress: den Eu-Stress
und den Dis-Stress. Im Eu-Stress befinden wir uns, wenn wir etwas mit
besonderer Freude tun. Er belastet uns nicht, beflügelt uns und spornt
uns zu weiterem Erfolg an. Der Dis-Stress hingegen entsteht, wenn Tätigkeiten
und Pflichten belastend wirken.
Dieser negative Stress kann zu Herz-Kreislauf-Problemen
bis hin zum Herzinfarkt, zu Störungen im vegetativen Nervensystem,
zu schwachen Nerven, zu Kopfschmerzen und Migräne, zu Verspannungen
im Nackenbereich, zu Rückenschmerzen und zu Verdauungs- und Hautproblemen
bis zu Depressionen führen. Die wirklich große Gefahr für
uns geht jedoch vom Dauerstress aus; man spricht auch vom chronischen
Stress. Er kann Diabetes fördern, Krebs auslösen, die Knochen
schwächen und zu Übergewicht und Stoffwechselstörungen
führen. Dauerstress muss vermieden werden.
Faktoren, die zu negativem Stress führen:
Schlafmangel, unregelmäßiges, unkontrolliertes Essen, zu viele
Termine, Zeitmangel, Krankheit, Leistungsdruck, Umweltschadstoffbelastung,
Lärm, Wohnen in Beton und in verkehrsreichen Gegenden. Aber auch
der Eintritt in den Ruhestand, Arbeitslosigkeit oder viel Streit in der
Familie kann stressen. Stress muss nicht immer nur berufsbedingt sein.
Beim Eintritt in den Ruhestand entsteht Stress, weil der gewohnte Stress
wegfällt.
Die drei Phasen der Stressentwicklung
•
Die Alarmphase:
Der Körper erkennt die Stresssituation und bereitet sich darauf vor.
Es kommt zur Ausschüttung von Nor-adrenalin, Adrenalin, Cortisol
und Corticosterol. Die Atmung ist beschleunigt, der Blutzuckerspiegel
erhöht. Man schwitzt, hat Herzrasen, erweiterte Pupillen. Die Verdauung
ist gebremst.
• Die
Widerstandphase: Der Körper versucht nach einiger Zeit, eine Gegenreaktion
zu starten, um den hohen Energieverbrauch zu senken. Die Bronchien ziehen
sich zusammen, der Speichelfluss ist verstärkt, Magen, Darm und Blase
arbeiten intensiver.
• Die
Erschöpfungsphase: Dadurch können bereits gesundheitliche Störungen
entstehen. Jetzt wird es gefährlich. Besonders schlimm wird es, wenn
sich eine Stress-Pyramide aufbaut, wenn der Stress mehrere Ursachen und
Auslöser gleichzeitig hat.
Maßnahmen gegen Stress
– Werden Sie Ihr eigener Stressmanager
• Bewegung:
Spazieren gehen, Joggen, Schwimmen, Radfahren, optimale Vitalstoffversorgung
• Entspannungsmethoden:
Yoga, Autogenes Training, Fußreflexzonen-Massage, Ayurveda, Massagen,
Muskelentspannungstraining, da sich Stress ja immer durch Verspannungen
im Nacken- und Schulterbereich manifestiert.
• Zeitinseln
schaffen: Pausen für bestimmte entspannende Rituale einlegen.
• Impuls-Homöopathie.
Die Impuls-Homöopathie führt zu einer raschen Entspannung. Die
Betroffenen können die Stress-Situation besser meistern. Dazu ideal:
Sport, Autogenes Training und eine gesunde Ernährung.
• Flüssigkeitszufuhr:
Wer unter Stress steht, verliert über Harn und Schweiß in kurzer
Zeit Flüssigkeit. Das Blut verdickt sich und der Blutdruck steigt.
Also viel Wasser trinken, aber auch ungesüßte Kräutertees
sind geeignet; der beruhigende Lavendeltee und Melissentee haben sich
bestens bewährt.

Stoffe gegen
Stress
Vitamine gegen Stress
• Vitamin
C ist nicht nur ein Schutzschild gegen Erkältungen, sondern auch
gegen Stress. Wer 15 Minuten Stress hat, verliert in dieser Zeit 300
bis 350 Milligramm Vitamin C. Das schwächt die Immunkraft,
da ein Teil unserer Abwehrzellen Vitamin C als Sprit benötigt.
Vitamin C sind u.a. in den Nahrungsmitteln Paprikaschoten, rohes Sauerkraut,
Kartoffeln, Kohlgemüse, Petersilie, Grapefruits, Orangen, Mandarinen
und Kiwis, enthalten.
• Vitamin
B 1 - das Nerven-Vitamin - macht sehr stark gegen Stress.
Es ist enthalten in: (am besten) Haferflocken mit Milch, Müsli.
• Vitamin
B 6 ist eine Wunderwaffe gegen Stress. Erschöpfungszustände
bei Stress sind auf einen Mangel an Vitamin B 6 zurückzuführen.
Es kann im Darm in geringen Mengen selbst hergestellt, aber nicht gespeichert
werden. Daher muss es über bestimmte Nahrungsmittel (oder auch Nahrungsergänzungsmittel)
zugeführt werden.
Das Vitamin B 6 ist enthalten in: Avocados, Sojabohnen, Weizenkeime, Walnüsse,
Fisch, Bananen, Vollkorngetreide, Spinat und Geflügel.
• Auch
Vitamin B 12 ist wichtig im Kampf gegen Stress, da es enorm die Nerven
stärkt.
Dieses Vitamin ist enthalten in: Eiern, Käse, Milch, Quark, Ölsardinen,
Sauerkraut etc.
• Vitamin
B 2 hilft gegen Stress, da es die Aktivität der Stresshormone bremsen
kann. Wir finden B 2 in Pilzen, Sonnenblumenkernen, Sesamsamen, Lachs,
Mandeln, Sojaprodukten, Vollkorngetreide, Eiern, Rindfleisch und im Joghurt.

Mineralstoffe gegen Stress
•
An erster Stelle steht Magnesium, das man
auch das "Anti-Stress-Mineral" nennt. Bei Stress werden die
Hormone Adrenalin
und Nor-Adrenalin
in die Blutbahn geschüttet. Dabei wird Magnesium aus den Körperzellen
gedrängt, was wiederum Herz und Kreislauf gefährdet.
Wir finden Magnesium in Naturreis, in Kürbiskernen, in Bananen, Mandeln,
Hülsenfrüchten, in gekochtem Schinken, Kartoffeln, Tomaten,
Vollkorngetreide und Salaten.
•
Kalium
macht stressfest, da es die Nerven stärkt. Wir nehmen Kalium mit
Brokkoli, Kohlrabi, Sellerie, Äpfeln und Milch auf.
•
Auch Kalzium macht stark gegen Stress. Daher helfen
alle Kohlgemüse, die jetzt im Herbst aktuell werden.

Bioaktivstoffe,
Enzyme und Coenyme
Neben diesen drei Stoffen, Vitamin und
Mineralien, ist aber auch von besonderer Bedeutung, die Aufnahme von Enzymen
und Bioaktivstoffen. Der grüne Pflanzenstoff Chlorophyll z.B. bewirkt,
dass der eingegeatmete Sauerstoff länger in den Gehirnzellen verbleibt
und besser verwertet werden kann. Grüner Salat bewirkt manchmal Wunder
bei Stresssituationen. Gleiches gilt für das Katecholamin
der Banane und das Tryptophan
in der Milch, was beides Ruhe im Organismus schafft.
Papain aus der Papaya sowie eine Reihe
von Enzymen aus der Zucker- und Honigmelone machen stressfest.
Das Co-Enzym Q10, auch Ubichinon
Q10 genannt, spielt gerade bei Stresssituationen, die bekanntlich u.a.
den Kreislauf besonders schwer belasten, eine besondere Rolle. Dies wird
besonders deutlich, wenn man den neuesten wissenschaftlichen
Veröffentlichungen folgt, die die besondere Wirkung dieses Co-Enzyms
für die allgemeine Wohlbefindlichkeit hervorhebt. Auch bei vielen
Krankheitssymptomen kann das Coenzym Q10 seine Wirkung positiv enfalten.
Unsere heutige Ernährung
ist arm an B-Vitaminen, B1, B2 und B6 als auch B 12.Gleiches gilt für
die Mineralstoffe Kalium, Magnesium und Calcium.
Neben dem Verzehr von Ballaststoffen, die für eine gute Darmperistaltik
sorgen, ist auch die Aufnahme von Kohlenhydraten wichtig für die
Funktion des Gehirns, und damit positiv für das Gedächtnis und
Wohlempfinden zu sehen.
Weitere Informationen erhalten
Sie auch auf den Internetseiten der Krankenkassen und einschlägigen
Literaturhinweisen.


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