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Körperfettmasse
ein Risikoanzeichen für Bluthochdruck und Herzinsuffizienz
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Untersuchungen
in der Allgemeinbevölkerung
in Deutschland
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nach:
M.Fischer, A.Baessler, A.Luchner, U.Broeckel, M.Muscholl, A.Doering, H-W.Hense,
H.Schunkert
Klinik und Poliklinik für
Innere Medizin II, Uni Regensburg, Regensburg; Institut für Epidemiologie
und Sozialmedizin, Uni Münster, Münster; Institut für Epidemiologie,
Neuherberg.
Ein
erhöhter Body
Mass Index gilt als Risikofaktor für die arterielle
Hypertonie und die linksventrikuläre diastolische Dysfunktion (LVDD).
Allerdings ist unklar, ob dieses Risiko durch Erhöhung der fettfreien
Masse oder des Körperfetts zustande kommt.
Wir korrelierten in einer nach Altersstufen ausgewählten Bevölkerungsgruppe
in Deutschland (MONICA Augsburg, n=1685) die Fett-
und fettfreie Masse (durch Ganzkörperimpedanzmessung)
mit dem Blutdruck (RR), der RR-Amplitude, der linksventrikulären
(LV-) Masse sowie doppler-echokardiografischen Parametern
der diastolischen Funktion bei Individuen mit oder ohne Hypertonie.
Der systolische
und diastolische Blutdruck, die Blutdruckamplitude sowie die linksventrikuläre-Masse
waren signifikant mit der Fettmasse assoziiert (p<0,01).
Bei Männern und bei Frauen sank der E/A-Quotient und stieg die isovolumetrische
Relaxationszeit (Konstantheit des Blutvolumens in der Entspannungsphase)
unabhängig vom Vorhandensein einer Hypertonie signifikant
mit steigender Fettmasse (p<0,01). Nach Adjustierung
potentieller Confounding-Variablen erwies sich die Fettmasse bei Frauen
als hochsignifikanter unabhängiger Prädiktor (Risikoanzeiger)
einer linksventrikulären diastolischen Dysfunktion (Risikoerhöhung
von 5% pro kg Fettmasse, p<0,001).
Bei Männern führt die Fettmasse "lediglich" über den
Blutdruck bzw. über eine linksventrikuläre Hypertrophie (Herzmuskelverdickung)
zu einer linksventrikulären diastolischen Dysfunktion. Die
fettfreie Masse war im multivariaten Design nicht mit den Parametern einer
linksventrikulären diastolischen Dysfunktion assoziiert.
Zusammenfassung:
Das Risiko einer linksventrikulären diastolischen Dysfunktion steigt
mit zunehmendem Körperfettanteil insbesondere bei Frauen deutlich
an. Parallel wurde eine Assoziation mit dem Blutdruck und der linksventrikulären
Masse gefunden. Allerdings war die Beziehung zwischen Fettmasse und linksventrikulärer
diastolischer Dysfunktion unabhängig von der Beziehung zu Blutdruck
und linksventrikulärer Masse, so dass ein additiver Effekt anzunehmen
ist.
Durch entsprechende Präventionsmassnahmen lässt sich somit möglicherweise
die Inzidenz der linksventrikulären diastolischen Dysfunktion und
damit die der diastolischen Herzinsuffizienz senken.
Mannheim, April 2002
Dt. Ges. f. Kardiologie-Herz- u. Kreislaufforschung
Siehe
auch Herz-Kreislauferkrankungen "diastolischer Blutdruck" -hier
klicken-

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