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Behandlung neurologischer
Erkrankungen
Basiswirkstoffe: Hier Coenzym Q10 und Acetyl-L-Carnitin
Moderne Ernährungs- und Umweltmedizin setzt
in der Behandlung von Krankheiten den Faktor Nahrung bzw. Nährstoffe
mit dem Ziel ein, die Arzneitherapie, was die Dosis der notwendigen Pharmaka
betrifft, auf ein Minimum herabzusetzen oder gar überflüssig
zu machen.
Zu den Basis-Wirkstoffen im Hinblick auf Entgiftung,
Membranschutz und antientzündlicher Potenz zählen u.a. folgende
natürliche bzw. körpereigene Vitalstoffe: Coenzym Q10, Glutathion,
Alpha-Liponsäure, Acetyl-Carnitin, NADH, Vitamin E in Form von Gamma-Tocopherol,
Omega-3-Fettsäuren, Taurin, Glycin, Ascorbinsäure (Vitamin C)
und die B-Vitamine.
Coenzym Q10
Q10 oder Ubichinon (Ubiqinone) Q10 ist eine körpereigene
Wirksubstanz, die die Lipidperoxidation - also die Schädigung der
Zellmembranen - verhindert und auch die Oxidation der im Serum befindlichen
schädlichen Fettfraktionen LDL blockiert. Es schützt vor Freien
Radikalen und regeneriert verbrauchtes Vitamin E und Vitamin C. Bei Lebererkrankungen
ist der Blutspiegel von Coenzym Q10 um 50% herabgesetzt.
Ohne intakte Membranstruktur ist eine Zelle auf
Dauer nicht lebensfähig. Schreitet die Schädigung fort, gehen
ganze Zellverbände unter. Oft treten die Symptome erst auf, wenn
weit über die Hälfte des Organs geschädigt sind. Bei Morbus
Parkinson ist bekannt, dass die Symptome erst auftreten, wenn 70-80% der
entsprechenden Hirnregion (Substantia nigra) geschädigt sind. Das
vorrangige Ziel einer Behandlung muß sein, die Funktion der Membranen
aufrechtzuerhalten, indem deren wesentliche Bestandteile vor oxidativen
Prozessen geschützt und zerstörte Areale regeneriert werden.
Wenn oxidativ geschädigte Zellen zugrunde gehen, ist dieser Zelltod
alleine nicht das Problem.
Eine große Gefahr lauert in den Membranen
der Mitochondrien, wenn sie durch Umweltgifte zu einem Generator oxidativer
Radikale umfunktioniert worden sind, d.h., in diesem Fall laufen energiereiche
zerstörerische Prozesse ab, die nach dem Dominoprinzip immer mehr
Mitochondrien-Membranen zerstören.
Da eine Zelle nur eine begrenzte Zahl dieser Zellkraftwerke,
das sind die Mitochondrien, besitzt, wird deutlich, welche Beschwerden
in kurzer Zeit auftreten, wenn keine Menbranschutztherapie bzw. Entgiftung
erfolgt. Energieverluste in allen Zellen lassen einen Symptomenmix entstehen:
Erschöpfung, Herzbeschwerden, Verdauungsbeschwerden, Migräne,
Schwindel, neurologische Symptome etc.
Aufgrund der Vielzahl der Symptome glauben viele
Ärzte, es handele sich um eine psychosomatische Erkrankung. Es sollte
aber immer eine Bestimmung der Basis-Wirksubstanzen vorgenommen werden,
damit dann ggfls. eine Membranschutztherapie eingeleitet werden kann.
Die Dosierung von Q10 muß dann im einzelnen dem Krankheitsbild angepaßt
werden; dies auch unter Berücksichtigung des Alters und des Körpergewichts.
Acetyl-L-Carnitin
Acetyl-L-Carnitin funktioniert in erster Linie
als Schleppersubstanz für Nährstoffe (Fettsäuren) in die
Kraftwerke unserer Zellen, die Mitochondrien, und ist wichtiger Baustein
bei der Entgiftung der Mitochondrien: Transport von toxischen Acylgruppen
aus den Mitochondrien (Carnitin-Acetyl-Transferase). Die zweite Aufgabe
ist, toxische Nebenprodukte im Gehirnstoffwechsel zu entfernen. Es durchdringt
die Blut-Hirn-Schranke und vermindert die Lipidperoxidation bzw. die Lipofuscinkonzentration.
Aufgrund dieser Leistungen ist Acetyl-L-Carnitin ein fundamentaler Baustein
für das Überleben der Nervenzelle. Hierzu kommt die Neurotransmitterfunktion.
Acetyl-L-Carnitin wird in den wichtigen Botenstoff
Acetylcholin umgewandelt, der z.B. bei Morbus Alzheimer erniedrigt ist.
Eine Studie der Universität von Kalifornien, San Diego, beschreibt
eine Verringerung des mentalen Abbaus bei jüngeren Alzheimer-Patienten,
die Acetyl-L-Carnitin über einen Zeitraum von einem Jahr eingenommen
hatten.
Hierbei kann eine Verbesserung der Entgiftungsleistung
eine Rolle spielen, denn die Einnahme von Acetyl-L-Carnitin ist assoziiert
mit einer Erhöhung von Glutathion und Coenzym Q10. Von Bedeutung
scheint auch die Tatsache zu sein, dass Acetyl-L-Carnitin über eine
Regulation der endogenen Sphingomyelin-Level (Sphingomyeline sind eine
spezielle Untergruppe von Lipiden. Sie werden häufig in der Plasmamembran
von Zellen gefunden.) die Fließeigenschaft der Zellmembran stabilisieren
kann, was im Zusammenhang mit einer Steigerung des zellulären Energiestoffwechsels
in den Mitochondrien stehen dürfte.


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