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Oxidativer
Stress verschlechtert den Krankheitsverlauf:
Erhöhter Vitamin C-Bedarf bei Allergien
von Claudia Vollbracht, Gerard McGregor
in: Naturheilpraxis 3/2003
Freie Radikale sind wichtige Immun- und Entzündungsmediatoren. Kommt
es jedoch wie z.B. bei Allergien zu einer pathologischen Anhäufung
Freier Radikale, stimulieren diese die ohnehin überschießende
Immun- und Entzündungsantwort und verstärken die Symptome entzündlicher
Erkrankungen in erheblichem Ausmaß. Vitamin C kann den Mechanismus
der radikalgesteuerten Aktivierung von Immun- und Entzündungsprozessen
reduzieren, bzw. kontrollieren. Bei dieser Reaktion wird Vitamin C verstärkt
verbraucht, und eine zusätzliche Versorgung mit Vitamin C ist essentiell.
Eine therapeutische Vitamin-C-Substitution bei allergischen Erkrankungen
reduziert den Histaminspiegel, schützt die Lungenfunktion und stabilisiert
das Zellmembransystem und reduziert somit die Ödembildung.
Allergien des Typ I gehören
zu den häufigsten Formen und besitzen eine genetische Komponente
Allergien sind Ausdruck einer Fehlregulation
und überschießenden Abwehrreaktion des Immunsystems. Die eigentliche
Aufgabe des Immunsystems besteht in der Abwehr von Krankheitserregern,
wie z.B. Bakterien, Viren oder Parasiten. Diese körperfremden Substanzen
(Antigene) lösen beim Eindringen in den Organismus eine Immunantwort
aus; es werden spezifische Antikörper oder Abwehrzellen gebildet.
Bei der Entstehung einer Allergie
laufen prinzipiell dieselben Reaktionen im Immunsystem ab, nur daß
es sich bei dem allergieauslösenden Fremdstoff (Allergen) meist um
eine harmlose Substanz wie z.B. Pollen, Tierhaare, Lebensmittel etc. handelt.
Nach dem Kontakt des Organismus mit einem Allergen werden für dieses
Allergen spezifische Antikörper bzw. Abwehrzellen gebildet, d.h.,
der Organismus wird sensibilisiert.
Je nach den zugrundeliegenden pathologischen
Reaktionen werden Allergien in unterschiedliche Typen (IIV) unterteilt.
Der Typ I, auch Überempfindlichkeitsreaktion vom Soforttyp genannt,
ist mit ca. 15% in der Bevölkerung der am häufigsten vorkommende.
Hierzu gehören zum Beispiel der Heuschnupfen und das atopische Ekzem.
Bei Allergien des Typ I werden sofort nach Kontakt mit dem allergieauslösenden
Stoff spezifische IgE-Antikörper gebildet, die das Antigen binden.
Dieser Komplex stimuliert vor allem Mastzellen zur Ausschüttung von
Histamin. Histamin löst die typischen allergischen Symptome aus:
Juckreiz, Nasensekretion, Verkrampfung der Bronchialmuskulatur, Gefäßerweiterung
und Schwellung.
Mit der Bildung von IgE reagiert der
menschliche Körper im allgemeinen auf einen Befall mit Wurmparasiten.
Da immerhin ca. ein Drittel der Weltbevölkerung unter parasitären
Wurminfektionen leidet, wäre es durchaus denkbar, daß die Entwicklung
der Typ-I-Reaktion der Allergie ein unglückliches Nebenprodukt
in der Evolution der IgE-Klasse ist.
Der Allergie Typ I besitzt eine starke
genetische Komponente. Studien zeigen, daß die Wahrscheinlichkeit
eine Allergie zu entwickeln für Kinder, bei denen beide Elternteile
Allergiker sind, 50% beträgt. Ist nur ein Elternteil betroffen, liegt
das Risiko für Kinder immer noch bei 30%. Des weiteren begünstigen
Umweltfaktoren die Ausbildung von Allergien. So führen zum Beispiel
Stickoxide, Rußpartikel oder Zigarettenrauch zu einer erhöhten
Durchlässigkeit der Schleimhaut der Atemwege für Allergene.
Dieselabgase und Zigarettenrauch erhöhen den oxidativen Streß
und haben direkt Einfluß auf die IgE-Bildung.

Entzündungreaktionen und
oxidativer Streß stehen in enger Beziehung
Immunkompetente Zellen besitzen die
Fähigkeit Sauerstoffradikale zu bilden, um eindringende Mikroorganismen
abzutöten. Bei diesen Zellen findet man eine bis zu 80fach höhere
Vitamin-C-Konzentration als im Plasma (Evans 1982). Vitamin C wird von
diesen Zellen aktiv akkumuliert; es ist essentiell für spezifische
immunologische Reaktionen und schützt die Zelle vor ihren eigenen
im Zuge der Immunantwort freigesetzten Sauerstoffradikalen. Auch bei Kontakt
mit allergieauslösenden Stoffen reagiert das Immunsystem in gleicher
Weise. Die verstärkte Bildung von Sauerstoffradikalen durch Eosinophile,
Makrophagen und Neutrophilen spielt eine Schlüsselrolle im allergischen
Geschehen. Freie Radikale fungieren als Immun- und Entzündungsmediatoren
und korrelieren häufig mit der Schwere des Krankheitsverlaufs.
Freie Radikale bewirken eine Kontraktion
der Muskelzellen in den Luftwegen und verschlechtern die Lungenfunktion.
Sie stimulieren die Histaminfreisetzung aus Mastzellen, fördern die
Schleimsekretion, erhöhen wahrscheinlich die IgE-Werte und interagieren
mit Alpha-proteaseinhibitoren. Außerdem führen sie zu einer
zusätzlichen Schädigung des Gewebes und lösen so die Aktivierung
weiterer Immunzellen und die damit verbundene Freisetzung von Entzündungsmediatoren
aus. Aktivierte Mastzellen, Makrophagen, Eosinophile und Neutrophile wandern
verstärkt ein und generieren erneut Sauerstoffradikale. Ein Teufelskreis
beginnt: Der oxidative Streß nimmt zu.
Die enge Beziehung von Freien Radikalen
und der Schwere des Krankheitsverlaufs verdeutlichen die aktuellen Ergebnisse
von Shanmugasundaram 2001. Bei dieser Studie wurden der oxidative Streß,
die antioxidative Kapazität sowie die Lungenfunktion und der IgE-Spiegel
bei 210 asthmakranken Kindern und 180 gesunden Kontrollpersonen während
eines asthmatischen Anfalls (episode) und in der symptomfreien
Zeit (resting) bestimmt. Alle Kinder nahmen unabhängig
von der Studie täglich 200 mg Vitamin C und 100 mg Vitamin E ein.
Die Ergebnisse sind signifikant.
Bei Asthmatikern finden sich trotz
oraler Einnahme von Vitamin C und E im Blut stark erhöhte Radikalspiegel,
die maximale exspiratorische Flußrate (Lungenfunktion) ist sogar
während der resting-Phase um 3040% reduziert und
der IgE-Spiegel um das 4fache erhöht. Immunglobulin E ist für
die unmittelbare Immunantwort verantwortlich und nachgewiesenermaßen
bei Asthma und anderen allergischen Erkrankungen erhöht. Die Plasmawerte
der antioxidativen Komponenten Vitamin C, E und reduziertem Glutathion
sind trotz Vitaminsubstitution bei Asthmatikern signifikant reduziert.
Der Vitamin-C-Plasmaspiegel sogar halbiert. Die Aktivität antioxidativer
Enzyme ist bei dieser Erkrankung verringert. Die Bildung Freier Radikale
korreliert mit der Schwere des Krankheitsverlaufs, ausgedrückt durch
erhöhte IgE-Werte und eine verschlechterte Lungenfunktion. Der oxidative
Streß spiegelt sich bei Asthmatikern auch in einer vermehrten Lipidperoxidation
(Schädigung mehrfach ungesättigter Fettsäuren) in den Membransystemen
wider.

Vitamin C ist bei Allergien
eines der wichtigsten Antioxidantien
Antioxidantien sind eine Möglichkeit
des Organismus den Mechanismus der radikalgesteuerten Aktivierung von
Immun- und Entzündungsprozessen zu reduzieren, bzw. zu kontrollieren.
Bei Allergien und Asthma bronchiale kommt es besonders zu Entzündungsreaktionen
der Schleimhäute in den Atemwegen. Hier finden sich viele Mastzellen,
und es erfolgt der erste Kontakt mit dem Allergen. Die allergiebedingte
Entzündung konzentriert sich folglich oft auf das wäßrige
Kompartiment. So werden vor allem wasserlösliche Antioxidantien benötigt.
Studien zufolge gehört Vitamin C zu den wichtigsten Radikalfängern
in der Lungenflüssigkeit und dem Bronchialsekret (Slade et al. 1993).
Als hydrophiles Antioxidans kann sich
Vitamin C gut im Organismus verteilen, d.h., es kann je nach Bedarf schnell
und zielgerichtet eingesetzt werden. Bei einer erhöhten Exposition
gegenüber Autoabgasen zum Beispiel steigt die Ascorbinsäurekonzentration
im Nasensekret um das 12fache an. Auf diese Weise kann die Schädigung
durch Radikale für eine gewisse Zeit verhindert werden (Blomberg
1998). Es ist zu vermuten, daß eine ähnliche Anreicherung von
Vitamin C in den Schleimhäuten der Atemwege bei entzündlich-allergischen
Prozessen stattfindet.
Allergien führen zum Vitamin-C-Defizit
Bei der Neutralisation Freier Radikale
werden Antioxidantien verbraucht. Aus diesem Grund verfügt der Organismus
über ein komplexes, ineinandergreifendes System zur Regenerierung
oxidierter Radikalfänger. Übersteigt die Entstehung Freier Radikale
(z.B. bei allergiebedingten Entzündungsreaktionen) diese Regenerationsfähigkeit,
sinkt die antioxidative Kapazität, und es kommt zum oxidativen Streß.
Die Folge ist u.a. ein Vitamin-C-Mangel.
Der verstärkte Vitamin-C-Verbrauch
in den Entzündungsarealen zieht Vitamin C aus anderen Bereichen ab
und führt so zu einem Defizit in Gewebegebieten, die primär
nichts mit der Entzündungsreaktion zu tun haben. Da Vitamin C ein
essentieller Mikronährstoff ist, können zu den allergiebedingten
Symptomen unspezifische Symptome eines Vitamin-C-Mangels wie Müdigkeit,
Leistungsschwäche, Appetitlosigkeit, verschlechterte Wundheilung,
Abwehrschwäche und eine reduzierte Eisenresorption hinzukommen. Da
Vitamin C essentiell für die Ausbildung des Bindegewebes und die
Integrität der Membransysteme ist, erleichtert ein Vitamin-C-Mangel
zudem das Eindringen von Allergenen in den Organismus.
Die Aufnahme von Vitamin C über
die Nahrung bzw. orale Darreichungsformen und die Verteilung im Gewebe
erfolgt energieabhängig. Auch die Rückresorption aus dem Primärfiltrat
ist nur durch erneute Energiebereitstellung möglich. Besonders kritisch
ist dieser Punkt bei durch Streß oder Krankheit geschwächten
Patienten. Diese Personen verfügen möglicherweise nicht mehr
über die notwendigen Energiereserven, um Vitamin C aktiv über
eine orale Zufuhr aufzunehmen. Ausreichende Plasmaspiegel lassen sich
in diesen Fällen nur über eine parenterale Substitution erzielen.
Asthmatiker zeigen signifikant reduzierte
Vitamin-C-Spiegel (0,65 mg/dl versus 0,95 mg/dl, p < 0,001). Auch die
Albuminserumkonzentration ist bei Asthmatikern erniedrigt. Auf der anderen
Seite zeigen sich bei Asthmatikern erhöhte Ceruloplasminkonzentrationen
und höhere Glutathionkonzentrationen in den Erythrozyten. Der Organismus
versucht dem oxidativen Streß durch verstärkte Synthese körpereigener
antioxidativer Substanzen zu entgegnen (Vural 2000).
Bereits 1985 wies man bei asthmakranken
Kindern erniedrigte Vitamin-C-Spiegel nach, obwohl Vitamin-C-reiche Früchte
zur normalen Ernährung gehörten (Aderele 1985). Diese Beobachtung
konnte kürzlich bestätigt werden. Asthmakranke Kinder zeigen
reduzierte Konzentrationen an vielen wichtigen antioxidativen Vitaminen
wie Vitamin C, E und b-Carotin und zeigen Anzeichen erhöhten oxidativen
Stresses auf (Kalayci 2000).
Erhöhte Radikalbildung im Lungentrakt,
zum Beispiel durch einen Ozon-Challenge ausgelöst, führt zur
signifikanten Reduktion des Vitamin-C-Gehalts in der Flüssigkeit,
die den Respirationstrakt auskleidet. Ozon produziert Entzündungen
der Luftwege und bewirkt Einschränkungen der Lungenfunktion. Mudway
und Kollegen bemerkten 2001 bei gesunden Probanden sechs Stunden nach
Ozonbelastung eine Abnahme der Vitamin-C-Konzentration im proximalen Bereich
um 45,1% und im distalen um 11,7%. Patienten mit leichtem Asthma zeigen
im Vergleich zu gesunden Probanden signifikant reduzierte Vitamin-C-Konzentrationen
und erhöhte Werte an oxidiertem Glutathion in der Atemwegsflüssigkeit.
Eine Reduktion der Vitamin-C-Konzentration in der Atemwegsflüssigkeit
bei milden allergischen Verlaufsformen muß nicht immer mit einer
Abnahme des Vitamin-C-Plasmaspiegels einhergehen. Patienten mit mildem
Asthma können trotz normaler Blutspiegel stark reduzierte Vitamin-C-
und -E-Konzentrationen in der Lungenflüssigkeit aufweisen (Kelly
1999)

Vitamin C senkt den Histaminspiegel
Ein Zusammenhang zwischen Vitamin-C-
und Histamin-Spiegel ist bereits seit Jahren bekannt. Bei Patienten mit
erniedrigtem Vitamin-C-Spiegel findet sich ein erhöhter Histaminspiegel.
Unter 437 Blutproben von 400 Schwangeren im 2. und 3. Schwangerschaftsdrittel
fanden sich in den Proben mit weniger als 1 mg Vitamin C pro Deziliter
Blut erhöhte Histaminblutwerte. Fällt der Vitamin-C-Plasmaspiegel
unter 0,7 mg/dl, steigen die Histaminwerte signifikant an. Diese Untersuchung
zeigt, daß sich toxische Soffwechselprodukte wie Histamin ansammeln,
wenn der Vitamin-C-Spiegel unter die kritische Grenze von 0,7 mg/dl fällt
(Clemetson 1980). Die Vitamin-C-Konzentration bei Asthmatikern liegt oft
unter diesem kritischen Schwellenwert.
Bereits 1992 belegten Studien, daß
die Einnahme von 2 g Vitamin C pro Tag zu einer Abnahme des Histaminspiegels
um 40% führt. Bei Einnahme von 0,5 g Vitamin C verringerte sich der
Histaminspiegel nur unwesentlich. Wie Vitamin C die Histaminausschüttungbzw.
-synthese beeinflußt, ist noch nicht exakt bekannt. In tierexperimentellen
Studien führt Vitamin C zu einer verringerten Streß-induzierten
renalen Histaminausscheidung (Nandi 1974). Bei In-vitro-Untersuchungen
inhibiert Vitamin C die De-novo-Synthese von Histamin (Oh 1988). Da Freie
Radikale die Histaminausscheidung der Mastzellen verstärken, können
auch hier die antioxidativen Eigenschaften des Vitamin C in bezug auf
den Wirkmechanismus von Bedeutung sein.
Vitamin C schützt die
Lungen
2002 bewiesen McKeever und Kollegen,
daß höhere Vitamin-C-Einnahmen vor einer altersbedingten Abnahme
der Lungenfunktion schützen und so eventuell chronisch obstruktiven
Lungenerkrankungen (COPD) vorbeugen können. Je 100 mg Vitamin C pro
Tag ergibt sich eine Verbesserung des forcierten exspiratorischen Volumens
in der ersten Sekunde (FEV1) um 50,8 ml. Ähnliche Beobachtungen wurden
bereits 1995 bei 2633 Personen in Nottingham gemacht. Die Vitamin-C-Einnahme
korreliert mit der Lungenfunktion. Eine Steigerung der Vitamin-C-Aufnahme
um 40 mg pro Tag führt zu einer Erhöhung der FEV1 um 25 ml und
der FVC um 23,3 ml (Britton 1995).
Zu den während der Entzündungsreaktion
anfallenden endogenen Radikalen kommen die exogenen. Die Atemwege und
die Lunge sind, bedingt durch die zunehmende Luftverschmutzung (Autoabgase,
Zigarettenrauch, Ozonbelastung etc.), besonders vielen zusätzlichen
exogen-induzierten Radikalen ausgesetzt. Die Radikalbelastung der Atemorgane
ist bei Allergiepatienten folglich als Produkt der endogenen und exogenen
Faktoren zu sehen.
Tägliche Vitamin-C- und -E-Einnahme
kann Asthmatikern, die erhöhter Luftverschmutzung ausgesetzt sind,
helfen. In einer Doppelblindstudie führt die Einnahme von 500mg Vitamin
C und 400 IU Vitamin E zu einer verminderten Lungenfunktionseinbuße
nach Belastung mit Ozon und Sulfurdioxid (Trenga 2002).

Vitamin C stabilisiert die Zellmembran
und reduziert Ödeme
Vitamin C ist für die Integrität
des Membransystems essentiell. Wichtige Hydroxylierungsreaktionen beim
Kollagenaufbau benötigen Vitamin C als Co-Faktor. Ferner wird vermutet,
daß Vitamin C die Kollagensynthese auf m-RNA-Ebene stimuliert. Bei
der Entstehung von Ödemen spielen Radikale eine entscheidende Rolle.
Sie greifen vor allem mehrfach ungesättigte Fettsäuren der Membransysteme
an. Es kommt zu Verlusten der Integrität und zum Flüssigkeitsaustritt
in das umliegende Gewebe. Bei künstlich induzierten Entzündungssituationen
im Tierexperiment (Adjuvantarthritis) konnten hochdosierte Vitamin-C-Injektionen
die Gewebeschwellung bzw. Ödembildung bis zu 80% reduzieren. Die
Leukozyteninfiltration in den entzündeten Bereich wurde zu 40% verringert
und so die erneute Freisetzung von Entzündungsmediatoren und Radikalen
verhindert (Davis 1990).
Diese Eigenschaften des Vitamins kommen
auch Patienten mit schweren Verbrennungen zugute. Erste Folgen einer Verbrennung
sind unter anderem eine verstärkte Lipidperoxidation (Schäden
durch Freie Radikale an den Membranen) und eine gesteigerte mikrovaskuläre
Durchlässigkeit der Gefäße für Flüssigkeit und
Proteine, deren Folge Ödementstehungen sind. Außerdem ist auch
hier ein erhöhter Histaminspiegel charakteristisch. Bei Patienten
mit schweren Verbrennungen führt die adjuvante Infusion von 60 mg/kg/h
KG Vitamin C über 24 Stunden (bei 70kg KG 110 g Vitamin C innerhalb
von 24 Std.) zu einer signifikant verringerten Lipidperoxidation. Die
24-Stunden-Infusionstherapie konnte um 45,5% reduziert werden. Es werden
weniger Wundödeme, eine verringerte Körpergewichtszunahme und
eine reduzierte Flüssigkeitsretention beobachtet. Auch die Lungenfunktion
wird durch die adjuvante Vitamin-C-Infusion verbessert, so konnte die
Beatmungsdauer in der Verumgruppe um zehn Tage verkürzt werden (Tanaka
2000).

Mehr und ausführlich
über Vitamin C -hier
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