
Einfluss von Vitamin
C auf das Immunsystem
nach Dr. TH. Matschurat in Naturheilpraxis
Zum Schluss soll noch das Vitamin C erörtert werden, über das es wohl
die kontroversesten Diskussionen bezüglich seiner Nützlichkeit zur
Bekämpfung banaler, aber auch schwerwiegender Infektionen oder gar des
Krebses gegeben hat. Ohne sich an den kontroversen Diskus-sionen bezüglich
der Nützlichkeit zur Bekämpfung banaler, aber auch schwerwiegender
In-fektionen oder gar des Krebses beteiligen zu wollen, sollen hier nur die
bekannten Fakten
über den Einfluss von Vitamin C auf wichtige immunologische Parameter aufgeführt
werden:
Vitamin C
Folgende Beobachtungen konnten gemacht werden:
Leukozyten (im Normalzustand) enthalten 10-40mal höhere Vitamin-C-Konzentration
als Plasma.
Konzentration von Ascorbat in den Leukozyten und im Plasma ist bei banalen Infektionen
erniedrigt. (Mögliche Erklärung: Erhöhte Degradation und Ausscheidung
als Folge der stark erhöhten Oxidationsraten von Ascorbat z.B. durch die
Aktivierung der Neutrophilen.)
Phagozytose verbraucht Vitamin C.
Vitamin C kann Schwere und Dauer von banalen Erkältungen reduzieren.
Supplementierung kann:
die Blastogynese von Lymphozyten in Reaktion auf Mitogene erhöhen,
die Chemotaxis der Leukozyten, insbesondere der Neutrophilen und deren Beweglichkeit
stimulieren,
die Phagozytose der Neutrophilen vermehren,
die Konzentration von Immunglobulinen verbessern,
die Konzentration von Komplement erhöhen,
die Serumkonzentration von Interferon in Reaktion auf Virusinfekte vermehren
(Tierversuch),
die Menge der Rhinoviren, die in humanen Zellkulturen sich vermehren, auf 1:40
senken bei Zugabe von einem Vitamin-C-Äquivalent von 6-10 g tägl.
über 2 Tage,
in stimulierten Leukozyten reaktive Oxidantien abfangen.
(Solche Oxidantien sind zwar zur Bekämpfung von inkorpurierten Erregern notwendig. Sie müssen aber recht bald wieder neutralisiert werden, um einen überschüssigen oxidativen Stress, der zellschädigend wirken kann, zu verhindern. Andere wasserlösli che Antioxidantien sind z.B. Zystein, Glutathion und Harnsäure.)
Hat entgiftende Wirkung auf Zyanid, Formaldehyd, Acetaldehyd, Kohlenmonoxid
und Nitrosamine. (Dies sind Stoffe, die u.a. die immunkompetenten Zellen schädigen
können.)
Weiter wurde beobachtet:
Glukose inhibiert die Aufnahme von Vitamin-C in die Granulozyten.
Acetylsalizylsäure-Therapie führt zur Vitamin-C-Ausscheidung. (Dasselbe
ist zu beachten bei einer Tetracyclin-Therapie.) Es besteht ein Synergismus
zwischen Vitamin C und Vitamin E.
Vitamin C entgiftet bakterielle Toxine.