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Eiweißmoleküle in der Schußlinie Freier Radikalen

Eiweißmoleküle sind der Schlüssel

Wandlung von Erkenntnissen

Noch zu Beginn dieses Jahrhunderts galten die Eiweißmoleküle als die wichtigsten Träger von Lebensvorgängen. In der Rangliste der zellulären Makromoleküle standen sie an erster Stelle. In der Anlehnung an das griechische Wort proteros, d.h. das Erste, nannte man sie daher Proteine.

Genom, das dann folgende Schlüsselwort

Doch seit das Erbgut des Menschen entschlüsselt wurde, spricht jeder vom Genom und kaum mehr einer von den Proteinen. Daß die im menschlichen Genom gespeicherten genetische Information den Generalschlüssel zum Verständnis gesunder und kranker Zellen liefern könnte, dürfte eher unwahrscheinlich sein. Die tatsächliche Leistung einer Zelle wird sich schwerlich allein an ihrer genetischen Ausstattung messen lassen. Zwar haben verschiedene Forschergruppen begonnen, Zellen anhand der in ihnen aktiven Gene zu charakterisieren, doch das Expressionsmuster sagt nur etwas darüber aus, welche Erbanlagen zu einem gegebenen Zeitpunkt einen Beitrag am Gesamtgeschehen leisten. Unberücksichtigt bleibt, daß aus ein und demselben Gen oft viele verschiedene Proteinprodukte hervorgehen.

Proteom-Forschung ist das neue Ziel

In der Erforschung des Proteoms, das ist die Gesamtheit der in einer Zelle zusammenwirkenden Proteine, sehen viele Molekularbiologen ein neues Ziel. Die Wissenschaftler schätzen, daß in jeder Zelle mehrere zehntausend(!) unterschiedliche Proteine zusammenwirken. Dabei ist allerdings zu berücksichtigen, daß es wiederum unterschiedliche Variationen gibt, so daß letztlich in ein und derselben Zelle je nach physiologischen Bedingungen unterschiedliche Proteinensemble zusammenspielen.

Beim Menschen dürften bis zu zehn unterscheidbare, im Detail jeweils anders modifizierte Proteine auf eine einzige Erbanlage entfallen.

Das Proteom ist im Gegensatz zum Genom außerordentlich dynamisch. Seine Analyse liefert eine Art Momentaufnahme aus dem Leben einer Zelle.

Führt man sich vor Augen, daß der Mensch aus ca. 70 Billionen Zellen besteht, wird auch die Dimension der Proteine deutlich. Führt man sich weiter vor Augen, daß jede Zelle neben Zellorganen wie z.B. Lysosomen, endoplasmatisches Retikulum und Golgi-Apparat bis zu 2000 Mitochondrien enthält, die mit völlig ungeschützt vorliegender Erbsubstanz ausgestattet ist, wird zugleich deutlich, welches Gefahrenpotential sich hieraus ergibt.

Schaden durch freie Radikale

Lange Zeit schien es schier aussichtslos, die vielen verschiedenen Eiweißmoleküle einer einzigen Zelle zu identifizieren. Doch inzwischen haben die Wissenschaftler geeignete Verfahren entwickelt, die in einem Zellgemisch enthaltenen Eiweißmoleküle zu bestimmen. So reichen bereits millionstel-Milligramm-Mengen bei dem als Nano-Elektrospraymethode bezeichneten Verfahren aus, eine Folge von rund zwanzig Aminosäuren an einem Ende des Peptids zu bestimmen.

Forscher vom Institut für Zellbiologie der Uni Tübingen sowie vom Institut für Immunologie der Uni Rostock haben unabhängig voneinander Konzepte zur Preteom-Analyse des Menschen entwickelt.

Aus der Untersuchung von nicht nur einzelnen, sondern aller Proteine einer Zelle erhoffen sich die Wissenschaftler bedeutende Fortschritte bei der Diagnose zahlreicher Krankheiten. Die Forscher stellen sich vor, daß man zum Beispiel die Entstehung von Krebs anhand des charakteristischen Proteinmusters von Zellen sehr viel früher erkennen kann als etwa durch Tumormarker im Blut oder Urin.

Aus dem Vergleich des Proteoms gesunder und kranker Zellen hoffen die Wissenschaftler, Krankheitsprozesse bald in einer ganz neuen Dimension zu verstehen. Sie versuchen herauszufinden, welche Proteine auftauchen oder verschwinden, wenn zum Beispiel eine Brustzelle entartet, Herzmuskelzellen vorzeitig altern, Hormone auf Gewebe einwirken oder Gelenkknorpel sich entzünden.

Aus Veränderungen bei den Proteinen dürften sich auch neue Zielstrukturen für die Entwicklung von Medikamenten ergeben.

Ausreichende Energie für Funktion und Schutz der Proteome ist angesagt

Diese neuen Erkenntnisse bedeuten zugleich einen Fortschritt in der früheren Erkennung von verschiedensten Krankheiten auf Zellebene. Es ergeben sich Hoffnungen für die Menschen auf Frühdiagnosen, die heute erst dann gestellt werden können, wenn die Krankheit bereits in ein akutes Stadium eingetreten ist.

Machen wir uns immer wieder klar, daß Proteine, so auch die Membranproteine der Zellen und der Zellorganellen, zu den „beliebtesten Angriffszielen" von Freien Radikalen zählen und daß dadurch hervorgerufene oxidative Veränderungen bei vielen pathologischen Veränderungen beteiligt sind. Oxidierte Eiweiße werden oftmals als „Müll" in der Zelle deponiert, der nur teilweise von eiweißspaltenden Enzymen weggeräumt werden kann. Der Rest verbleibt für immer im Körper und behindert auf Dauer die Zellfunktion.

Eine Schädigung von Lipiden und Proteinen durch Freie Radikale beeinträchtigen
schwerwiegend die
Permeabilität und Integrität der Plasmamembran sowie die
Membranen der Organellen.

Das heißt: der Kern der Membranphysiologie ist getroffen.

Wir wissen seit langem, daß geschädigte Zellen der Faktor von Krankheiten sind. Dabei ergeben sich die Zellschädigungen aus der verheerenden Tätigkeit Freier Radikaler. Sie sind die pathobiochemische Grundlage, sind Ursache und Begleitreaktion fast aller Krankheiten, aller Leiden, aller degenerativen Prozesse und einer zeitlich früh einsetzenden "Alters"-Atrophie.

Aus den bislang an dieser Stelle vorgetragenen Erkenntnissen ergibt sich hinreichend, daß der Zellschutz ins Zentrum der Prophylaxe getreten ist.

Zellschutz bedeutet aber auch, für eine ausreichende Fluidität, d.h. Funktionsfähigkeit der Zelle Sorge zu tragen. Um die Erfüllung der vielfältigen Aufgaben der Zelle zu gewährleisten, ist es notwendig, sie ausreichend mit Mikronährstoffen und Energie zu versorgen.

Ionenkanäle

Ionenkanäle

Ionenkanäle

Ionen-Kanäle animiert

Damit jede einzelne Körperzelle optimal mit Energieträgern (Kohlenhydraten, Fetten, Eiweißen), Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen versorgt werden kann, ist es zwingend notwendig, die Zellmembranen funktionsfähig zu erhalten; denn sie besitzen eine Vielzahl von „Durchlässen" und „Ankerpunkten" Die Durchlässe dienen der Aufnahme und Abgabe von Substanzen, die Ankerpunkte der Andockung von Substanzen. Eine hohe Membranfluidität gewährleistet die dringend notwendige Zell-zu-Zell-Kommunikation („Teamwork der Zellen"), die wichtig ist für das Nerven- und das Immunsystem. Außerdem hat sie Einfluß auf die Wirksamkeit von Arzneimitteln.

Last but not least gehört zu einer funktionierenden Zelle aber auch die energetische Komponente. Fällt die Zelle in ein „energetisches Loch", oder anders ausgedrückt, entsteht ein energetisches Defizit, sind alle Körperfunktionen behindert.

Energie wird für alle bioenergetischen Prozesse benötigt: Muskeln benötigen sie für die mechanische Bewegung, die Nerven für Impulse, die von Nervenzellen abgegeben werden und zur Steuerung aller Körperfunktionen. Auch das Immunsystem, die endokrinen Organe und die Reparatursystem des Körpers arbeiten energieabhängig

Ubichinon Q10 – Das Mittel der Wahl

Ubichinon Q10 bietet aufgrund seiner Multifunktion – Energie – Schutz – Fluidität – die physiologische Grundlage für eine gesunde Zelle.

Q10 ist ein wichtiges Glied der Atmungskette und damit der Energieversorgung der Zelle. Die Energieversorgung jeder Zelle hängt wesentlich von der Q10-Konzentration in den Zellkomponenten ab. Bioenergetische Prozesse laufen nur optimal ab, wenn ausreichende Q10-Reserven vorhanden sind. Ein bioenergetisches Defizit ist Ursprung vieler Krankheiten. Q10 hat einen besonderen Einfluß auf die in jeder (!) Zelle anzutreffenden Ionenkanäle, da sie energieabhängig arbeiten. Die Ionenkanäle müssen von den positiv oder negativ geladenen Teilchen körperwirksamer Salze wie Natrium, Kalium, Magnesium, Eisen, Chlor, Fluor, Phosphat oder Sulfat etc. passiert werden können. Diese Substrate, die lebensnotwendig für den Körper sind, werden durch Ionenpumpen (auch unter dem Begriff Membrantransportprotein bekannt) durch die Ionenkanäle gesteuert. Dabei öffnen und schließen sie sich in einem genau abgestimmten Rhythmus. Die Ionenpumpen verbrauchen ATP (Adenosintriphosphat), was wiederum durch Q10 gebildet wird. Damit ist klar, daß solche Pumpen die Tätigkeit einstellen, wenn die ATP-Produktion in den Mitochondrien der Zelle zusammenbricht resp. gestört ist.

In der Zellmembran eingelagertes Q10 ist maßgebend für die Fluidität der Zelle!

Zellmembran

Aufrechterhaltung der Funktionsfähigkeit der Zelle durch eingelagertes Q10

Die Fluidität von Zellmembranen wird von der Q10-Konzentration mitbestimmt. Sie bestimmt wiederum die Qualität der Zell-zu-Zell-Kommunikation über Rezeptoren, Ionenkanäle und Gap-Junctions und auch die Wirksamkeit bestimmter Arzneimittel. Wird durch oxidativen Streß, zu dem auch jede Form von Krankheit zählt, die Funktionsfähigkeit, also die Fluidität der Zelle mangels ausreichendem Q10 gestört, sind die Folgen unabsehbar. Die ausgeklügelte Balance in den Zellen, notwendig für den gesunden Körper, gerät aus dem Gleichgewicht; der Beginn von weitreichenden Fehlfunktionen nimmt seinen Lauf.

Der Schutz der Zellbestandteile vor Sauerstoffradikalen durch Q10 ist elementar. Q10 ist das dominante körpereigene Antioxidans für die Lipidphase. In dieser Funktion verbraucht es sich. Dies mit der negativen Konsequenz, daß die Energieversorgung und die Membranstabilisierung abnimmt.

Q10 wird vom Organismus zu gefährdeten Regionen transportiert, es ist frei mobilisierbar. Bei bioenergetischen Entgleisungen, wie Muskel-, Herz-, Gefäß-, Haut-, Immunsystem- und degenerativen Gehirnerkrankungen versucht der Körper sich mit einer Q10-Mobilisierung zu helfen. Der Q10-Pool reicht hierzu meist nicht aus.

Fatale Folgen
 Der amerikanische Biochemiker und Ernährungswissenschaftler Prof. C. Frederiks beschreibt den Ernährungszusammenbruch des Organismus durch unzureichende Versorgung mit Vitaminen, Enzymen, Coenzymen (u.a. Q10) und Spurenelementen folgendermaßen: 

„Auf falscher, meist einseitiger Ernährung basierende Mangelerscheinungen, sei es auf Grund schlechter oder unausgewogener Kost, entwickeln sich langsam und schrittweise.
Die ersten Anzeichen zeigen sich im Blut. Verringert sich dort die Nahrungszufuhr, werden – sofern vorhanden – Körperreserven herangezogen. Sind diese erschöpft, folgt der Nahrungsentzug bei den Organen, die wiederum aus Zellverbänden bestehen. Schon in diesem Stadium können Fehlfunktionen auftreten, vage oder deutliche Symptome, die jedoch von normalen Ärzten in den allerwenigsten Fällen als Ernährungsmangel erkannt werden. Darauf folgen – allerdings nur mikroskopisch erkennbar – Gewebsveränderungen. Für das bloße Auge sichtbare Veränderungen des Gewebes ist die nächste Stufe.
Es muß betont werden, daß vor der Entstehung alarmierender Symptome sichtbare Veränderungen des Gewebes und damit einhergehende Anzeichen auftreten, so zum Beispiel Zahnfleischbluten oder eine Neigung zu Nervenentzündungen. Keines dieser Anzeichen läßt jedoch unmittelbar auf einen Ernährungsmangel oder schlechte „Futterverwertung" schließen. Trotzdem verringert sich die Widerstandskraft gegen Infektionen und die allgemeine Vitalität leider zu diesem Zeitpunkt bereits zusehends. Die Fähigkeit, Streß zu bewältigen, sind merklich, Verhaltensstörungen beginnen sich abzuzeichnen, und subtile, unerwünschte Persönlichkeitsveränderungen machen sich bemerkbar (z.B. Schlaf- und Gedächtnisstörungen).
Da unsere moderne Medizin sich hauptsächlich auf die symptomatische Therapie spezialisiert hat, wird der Zusammenhang mit Ernährungsmängeln oft erst dann hergestellt, wenn die äußeren Anzeichen unübersehbar geworden sind. In der Regel ist es dann jedoch zu spät, solchen Mängeln entgegenzuwirken".

Unzureichende Ernährung mit Vitalstoffen bedeutet „Demontage" des ursprünglich perfekt arbeitenden Systems des menschlichen Organismus. Durch damit einhergehenden Energieverlust auf Zellebene wird der Zellverfall gefördert.



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