[Body Mass Index] [Antioxidantien] [Body Mass Index u. Fettleibigkeit]
[Q10 u. Sozialökonomie] [Eiweißmoleküle in der Schußlinie] [ Petition für Q10 bei Statinen ]
[ Das Immunsystem ] [ Oxidatives Schutzsystem ]

Wußten Sie schon, das..........

....jährlich etwa 250.000 Frauen in Deutschland an Herzinfarkt, Schlaganfall oder Herzschwäche sterben? Damit sind Herz-Kreislauf-Krankheiten nicht nur bei Männern, sondern auch bei Frauen die häufigste Todesursache.

Herz-/Kreislauferkrankungen
Einführung von Prof.Dr. Langsjoen

Die klinischen Erfahrungswerte in der Kardiologie mit Coenzym Q10 basieren auf Studien über das kongestive Herzversagen, ischämische Herzerkrankungen, die hypertensive Herzkrankheit, diastolische Funktionsstörung des linken Ventrikels und Reperfusionsschäden wie sie bei der Bypass-Transplantation entstehen. Die Coenzym-Q10-verbrauchende Wirkung des HMG-CoA-Reduktase-Hemmers und die potentiell entgegen wirkenden Folgen sind von wachsender Bedeutung.

Zusätzliches Coenzym Q10 ändert die natürliche Krankengeschichte bei Herz-Gefäß-Krankheiten und hat das Potential zu seiner Verhütung durch Hemmung der LDL Cholesterinoxidation sowie durch Erhaltung der optimalen Zell- und Mitochondriumfunktion durch Alterung und innere und äußere Beanspruchungen.

Die Erreichung höherer Coenzym-Q10-Blutspiegel (> 3,5 µg/ml) durch die Anwendung höherer Coenzym-Q10-Dosen scheint sowohl den Umfang und den Fortschritt der klinischen Besserung zu fördern. In dieser Arbeit wurden 34 kontrollierte Studien und verschiedene open-label- und Langzeitstudien über die klinischen Wirkungen des Coenzyms Q10 bei Herz-Gefäß-Krankheiten überprüft.

Herz-/Kreislauferkrankungen
Basisinformationen von Prof. Dr. Langsjoen


Seit der Entdeckung des essentiellen vitaminähnlichen Nährstoffes Coenzym Q10 (Ubichinon, CoQ10) durch Frederick Crane 1957 (10) und andere Forscher (57) und seit die ersten Patienten mit Herzfehlern von Yuichi Yamamura (87-89) mit CoQ10 behandelt wurden, hat es langsame aber stete Ansammlungen weltweiter klinischer Erfahrungen mit CoQ10 bei der Herzkrankheit über die folgenden 30 Jahre gegeben.

CoQ10 ist ein Coenzym für die inneren mitochondrialen Enzymkomplexe, die an der oxidativen Phosphorilierung beteiligt sind (44, 45, 49). Diese bioenergetische Wirkung des CoQ10 wird für grundlegend bedeutend in ihrer klinischen Anwendung gehalten, besonders im Zusammenhang mit Zellen mit besonders hohen Stoffwechselanforderungen wie Herzmyozyten.

Die zweite grundlegende Eigenschaft des CoQ10 ist seine Funktion als Antioxidans (5), (15), (62), (82). CoQ10 ist das einzige bekannte, natürlich vorkommende, lipidlösliche Antioxidans, für das das körpereigene Enzymsystem befähigt ist, die aktive reduzierte Ubichinon-Form zu regenerieren (15).

CoQ10 ist dafür bekannt, eng mit Vitamin E verbunden zu sein und dient dazu, die reduzierte (aktive) a -Tocopherol Form des Vitamin E zu regenerieren (9). Andere Aspekte der CoQ10-Funktion beinhalten seine Beteiligung an der extramitochondrialen Elektronenübertragung, Plasmamembran-Oxidoreduktase-Aktivität (41), 82), die Beteiligung an der zytosolischen Glykolyse (41, 46, 48) und seine potentielle Aktivität sowohl im Golgi Apparat als auch der Lysosome (11, 12). CoQ10 spielt auch eine Rolle bei der Verbesserung der Membranfluidität (42, 43), (62), wie durch sich verringernde Blutviskosität durch CoQ10-Ergänzung bewiesen wurde (29).

Das Grundprinzip hinter der Anwendung von CoQ10 bei Herzversagen hat sich hauptsächlich auf die Korrektur eines messbaren Mangels an CoQ10 sowohl im Blut als auch im Myokardgewebe mit dem Grad des CoQ10-Mangels konzentriert, der direkt mit dem Grad der Verschlechterung bei der linken Kammerfunktion korreliert (55). Die CoQ10-Ergänzung korrigiert messbaren Mangel an CoQ10 im Blut und Gewebe (16, 17), (30, 31, 34), 47, 55). Exogenes CoQ10 wird von den Zellen aufgenommen, die nicht genügend CoQ10 haben und kann nachweislich in die Mitochondrien eingefügt werden (59).

Die Rolle der freien Radikale bei der Zellverletzung und beim Zelltod im Fall von Ischämie und Reperfusion wird immer deutlicher. Die Eigenschaften des CoQ10 als Antioxidans und seine Positionierung innerhalb der Mitochondrien machen es zu einem potentiellen therapeutischen Mittel (92)

Herz-/Kreislauferkrankungen und Coenzym Q10
Schlußfolgerungen


Zusammenfassend kann gesagt werden, daß Coenzym Q10 ein einfaches Molekül ist, was im Zentrum der mitochondrialen ATP-Produktion liegt und klinisch relevante Antioxidans-Eigenschaften hat, manifestiert durch Gewebsschutz bei der Entwicklung der Ischämie und Reperfusion. Kongestives Herzversagen hat als ein Modell für den messbaren Mangel an CoQ10 im Blut und Gewebe gedient, welches bei Korrektur in einer verbesserten Myokardfunktion resultierte. Ischämische Herzerkrankung, Anginasyndrome und unlängst die Ischämie/Reperfusion und Verletzung durch koronare Revaskularisation hat den klaren Beweis der klinisch relevanten Wirkungen des CoQ10 als Antioxidans-Zellschutz geliefert.

Neuere P31-NMR-Spektroskopieuntersuchungen, wie die von der Whitmann-Gruppe in Philadelphia, haben erhöhte zellulare Hochenergiephosphat-Konzentrationen mit CoQ10-Ergänzung in Modellen mit Ischämie und Reperfusion dokumentiert (13).

Anspruchsvolle biochemische Kennzeichen der oxidativen Verletzung zeigen jetzt in vivo die antioxidativ zellschützenden Effekte des CoQ10. Nach Prüfung der 30-jährigen klinischen Veröffentlichungen über CoQ10 und der eigenen klinischen Erfahrungen des Autors (Langsjoen) ist klar, daß es verschiedene beständige und ungewöhnliche Eigenschaften der klinischen Wirkungen der CoQ10-Ergänzung gibt, die eine Diskussion wert sind und die der Einfachheit halber als „Q-Wirkung" bezeichnet werden können.

Die Vorteile der CoQ10-Ergänzung sind wahrscheinlich nicht nur verursacht durch eine Verbesserung des Mangels insofern, als klinische Verbesserungen häufig bei Patienten mit „normalen" Vorbehandlungs-CoQ10-Blutspiegeln gesehen werden. Ein optimaler klinischer Nutzen verlangt CoQ10-Blutspiegel, die über den normalen Werten liegen (zwei bis viermal höher). Hohe Blutspiegel können erforderlich sein, um eine Erhöhung des Gewebe-CoQ10-Spiegels zu erreichen oder um defekte mitochondriale Funktionen möglicherweise durch laufende zytosolische Glykolyse oder Plasmamembran-Oxidoreduktase oder durch direkte Steigerung der Funktion der defekten Mitochondrien zu retten.

Es gibt fast immer eine Verzögerung beim Einsetzen einer klinischen Veränderung von einer bis vier Wochen und eine weitere Verzögerung beim maximalen klinischen Nutzen von mehreren Monaten. Mögliche Ursachen für diese Verzögerung betreffen die Zeit, um angemessene Gewebsspiegel des CoQ10 zu erhalten, oder die Zeit, um CoQ10-abhängige Apoenzyme aufzubauen.

Eine CoQ10-Ergänzung scheint viel mehr zu beeinflussen als nur die Herzmyozyten. Viele Aspekte der Gesundheit der Patienten tendieren zur Verbesserung, was nicht durch die beobachtete Verbesserung der Herzfunktion erklärt werden kann.

CoQ10 eignet sich nicht nur für eine traditionelle organspezifische oder krankheitsspezifische Strategie und erfordert eine Neubeurteilung und ein Überdenken der medizinischen Theorie und Praxis. Die Kombination der leichten Verfügbarkeit des reinen kristallinen CoQ10 in großen Mengen von der japanischen pharmazeutischen Industrie und die anspruchsvolle und standardisierte Methodik, CoQ10 direkt im Blut und Gewebe zu messen, bringt uns zu einem Punkt, wo wir leichter und genauer auf die vorangegangene 30jährige Pionierarbeit an diesem außerordentlichen Molekül aufbauen können.

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